Bluttat im Wynn Las Vegas: Casino-Angestellter erschießt Wachmann und sich selbst

Veröffentlicht am: 10. März 2021, 12:59 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 10. März 2021, 12:59 Uhr.

Am Dienstagabend ist es in einem Parkhaus des Casino-Hotels Wynn Las Vegas zu einem mutmaßlichen erweiterten Selbstmord gekommen. Berichten lokaler Medien zufolge soll ein Angestellter des Glücksspieltempels zunächst einen Wachmann und dann sich selbst mit einer Schusswaffe getötet haben. Genaue Hintergründe sind bislang nicht bekannt.

 Parkhaus Blick auf Truck
Die tödlichen Schüsse fielen in einem Mitarbeiter-Parkhaus des Wynn Las Vegas. (Symbolbild, Quelle:unsplash.com/David Ballew)

Mord im Parkhaus

Wie unter anderem die Nachrichtenplattform Las Vegas Sun berichtet, sind am gestrigen Abend zwei Angestellte des Wynn Las Vegas im Mitarbeiter-Parkhaus des Casinoriesen gewaltsam ums Leben gekommen. Verantwortlich hierfür soll einer der beiden Toten gewesen sein.

Dem US-Berufsportal zippia.com zufolge [Seite auf Englisch] arbeiten rund 12.000 Angestellte für das Wynn Las Vegas. Im Durchschnitt verdienten Angestellte dort 29.339 USD pro Jahr. Die oberen 10 % könnten jährlich mit mehr als 58.000 USD rechnen, während die unteren 10 % weniger als 14.000 USD im Jahr zur Verfügung hätten.

Der bislang namentlich nicht genannte mutmaßliche Täter sei an den beiden Tagen zuvor nicht zur Arbeit erschienen. Als er sich am Tatabend mit seiner Mitarbeiterkarte Zugang zu dem Angestellten vorbehaltenen Parkhaus verschafft habe, habe dies die Sicherheitsabteilung des Casinos auf den Plan gerufen.

Ein Security-Mitarbeiter habe den Mann daraufhin in einem abgelegenen Bereich des fünften Parkdecks angetroffen. Dieser habe aus seinem stehenden Wagen heraus das Feuer eröffnet. Nachdem der Wachmann zu Boden gegangen sei, habe der Schütze das Auto verlassen und sich selbst erschossen. Die eintreffende Polizei habe nur noch den Tod beider Männer feststellen können.

Motiv im Dunklen

Bislang, so ein Sprecher der zuständigen Mordkommission des Metropolitan Police Department, gingen die Ermittler davon aus, dass es keine Vorbeziehung zwischen Opfer und Täter gegeben habe. Laut Lt. Ray Spencer habe die Polizei aktuell „keine Ahnung“, was den Mann zu seiner Tat bewogen habe.

Auch der CEO von Casino-Betreiber Wynn Resorts Ltd. meldete sich zu Wort. Matthew Maddox erklärte in einem am späten Dienstagabend veröffentlichten Statement:

Wir sind zutiefst betrübt über den tragischen Vorfall, der sich heute Abend ereignet hat. Wir haben uns an die Familien unserer beiden Mitarbeiter gewandt, um in dieser schwierigen Zeit unser Beileid auszusprechen und unsere Unterstützung anzubieten.

Der blutige Vorfall ereignet sich zu einer Zeit, in der Las Vegas immer wieder wegen Gewaltstraftaten in und um Casinos in die Schlagzeilen gerät. Für Polizeisprecher Spencer habe im Hinblick auf den jüngsten tödlichen Vorfall für die Öffentlichkeit jedoch kein Anlass zur gesteigerten Besorgnis bestanden. Das Wynn Casino verfüge über hervorragende Sicherheitsvorkehrungen und habe den Vorfall vorbildlich gehandhabt.

Der Sprecher kündigte an, dass die Identitäten von Opfer und mutmaßlichem Täter voraussichtlich zeitnah durch das Büro der Gerichtsmedizin veröffentlicht würden.