KSA: 2,6 Mio. Euro-Strafe wegen man­gel­haf­tem Spieler­schutz

Posted on: 29/10/2025, 12:31h. 

Last updated on: 29/10/2025, 12:31h.

  • Die KSA verhängte gegen Betent eine millionenschwere Geldstrafe.
  • Wegen mangelndem Spielerschutz soll der Betreiber 2,6 Mio. Euro bezahlen.
  • Junge erwachsene Spieler konnten online Zehntausende verlieren.

Seit der Neuregulierung des Online-Glücksspiels in den Niederlanden im Jahr 2021 wacht die nationale Glücksspielbehörde penibel über die Einhaltung der Gesetze. Verstöße werden von der Kansspelautoriteit dementsprechend streng bestraft. Dies bekam Betent nun schmerzhaft zu spüren, denn die KSA verhängte wegen mangelhaftem Spielerschutz eine millionenschwere Geldstrafe.

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Junge Spieler erlitten hohe Verluste (Bilder: BetCity, Pixabay)

Wegen groben Verstößen gegen die ihm auferlegte Sorgfaltspflicht erhält Betent eine Geldbuße in Höhe von 2,65 Mio. Euro. Die Behörde sieht es als erwiesen an, dass der Betreiber der Online-Marke BetCity junge Erwachsene nicht ausreichend vor exzessivem Spielen und Spielsucht geschützt hat.

Auslöser der Millionenstrafe waren Ermittlungen, die die Behörde nach Hinweisen auf hohe Verluste junger Erwachsener eingeleitet hatte. Daraufhin prüfte die KSA eine Auswahl von zehn Spielerkonten mit sehr hohen Verlusten.

Die Glücksspielbehörde konzentrierte sich bei der Kontrolle auf Accounts von jungen Spielern im Alter von 18 bis 23 Jahren. Die zehn untersuchten Fälle hatten gemein, dass die Betroffenen oft in relativ kurzer Zeit Zehntausende Euro verspielten. Ihre kumulierten Verluste sollen sich insgesamt auf rund 500.000 Euro belaufen.

Die Vorwürfe gegen Betent wiegen schwer. Demnach soll ein 21-Jähriger bei BetCity innerhalb von nur zwei Wochen 45.000 Euro verspielt haben.

Unzureichende Schutzmaßnahmen

Der Spielerschutz kam bei diesem Spieler und weiteren Kunden nach Ansicht der Behörde deutlich zu kurz. So schritten die Administratoren erst ein, nachdem der Betroffene bereits 64.000 Euro bei Wetten gesetzt hatte.

Der KSA-Vorsitzende Michel Groothuizen betonte in einem Statement:

Wir haben einen lizenzierten Glücksspielmarkt, der auf dem Gedanken basiert, dass jeder, der spielen möchte, dies sicher tun kann. Deshalb haben Anbieter eine Sorgfaltspflicht gegenüber ihren Spielern und müssen angemessen auf exzessives Spielen reagieren.

Große Verluste seien dafür ein wichtiges Signal, so Groothuizen. Um dafür zu sorgen, dass diese vonseiten der Betreiber verhindert werden, habe die KSA die Aufsicht über die Sorgfaltspflicht intensiviert.

Zudem kündigte er ein weiter hartes Vorgehen bei Verstößen insbesondere gegenüber schutzbedürftigen jungen Spielern an. Aus der jüngsten Geldstrafe gegen Betent wird deutlich ersichtlich, dass die Behörde gewillt ist, diese Drohung in die Realität umzusetzen.