Kooperation mit il­le­galem Buch­macher: Mil­lio­nen­strafe für Caesars

Posted on: 17/11/2025, 01:27h. 

Last updated on: 17/11/2025, 08:30h.

  • Caesars Entertainment hat in den USA eine Millionenstrafe akzeptiert.
  • Glücksspielkonzern arbeitete mit illegalem Buchmacher zusammen.
  • Mangelende Anti-Geldwäschemaßnahmen kosten Caesars 7,8 Mio. USD.

In den Vereinigten Staaten kam es in diesem Jahr wiederholt zu hohen Geldstrafen gegen Betreiber aus der Casino- und Glücksspielbranche. Nun traf des den Glücksspielkonzern Caesars Entertainment, der aufgrund mangelhafter Anti-Geldwäschemaßnahmen mit einer Millionenstrafe belegt wurde.

Caesars Palace
Caesars erhielt bereits die zweite hohe Geldstrafe (Bild: Pixabay)

Im Caesars zur Last gelegten Fall geht es um eine umstrittene Zusammenarbeit mit dem nicht lizenzierten US-Buchmacher Matthew Bowyer. Dieser stand im engen Zusammenhang mit der Unterschlagung von Millionensummen durch den Übersetzer des Baseball-Stars Shohei Ohtani.

Boyer betrieb von Kalifornien aus ein illegales Wettbüro, welches neben dem Dolmetscher vielen anderen Wettfans als Anlaufstelle diente. Darüber hinaus war er Stammgast in einer Reihe von Casinos in Las Vegas, zu denen auch Spielstätten von Caesars Entertainment gehörten.

In der Klageschrift der Staatsanwaltschaft wird dem Betreiber die mangelhafte Kontrolle des umstrittenen Kunden vorgeworfen:

Die Untersuchung des Ausschusses ergab, dass Caesars und/oder seine Tochtergesellschaften, darunter Caesars Palace, bereits im April 2017 und bei mehreren späteren Gelegenheiten, bis er von Caesars gesperrt wurde, Verdachtsmomente hinsichtlich der Aktivitäten von Bowyer festgestellt hatten. Dazu gehört auch, dass es keine Informationen über seine Finanzierungsquellen gab und/oder dass seine Finanzierungsquellen sein Spielniveau nicht rechtfertigten.

Tatsächlich sperrte Caesars Bowyer seinen Kundenaccount. Dies geschah allerdings erst lange nachdem der Buchmacher dort hohe Beträge gesetzt und verspielt hatte.

Weitere hohe Geldstrafen

Die Strafe für Caesars reiht sich ein in andere Sanktionen, die wegen des Buchmachers gegen andere Glücksspielanbieter verhängt worden waren. So traf es in diesem Jahr ebenfalls die Caesars-Konkurrenten Wynn und MGM Resorts sowie Resorts World Las Vegas.

Resorts World hatte im März 2025 mit den Behörden einen Vergleich geschlossen. Darin verpflichtete sich die zum malaysischen Genting-Konzern gehörenden Casino-Marke sogar zur Zahlung von 10,5 Mio. USD.

Caesars erhält damit die zweite siebenstellige Geldbuße innerhalb weniger Monate. Im September war das Unternehmen zur Zahlung von 8 Mio. USD verurteilt worden. Damals war es um Verstöße gegen die strengen Bank- und Finanzgesetze der USA gegangen.

Für Caesars hat sich der Fall nun erledigt. Bereits zuvor hatte sich hatte der Glücksspielkonzern bereit erklärt, die Geldstrafe für Verstöße gegen die Geldwäschegesetze im Zusammenhang mit dem inhaftierten Buchmacher zu bezahlen. Das Management muss nun folglich nur noch den millionenschweren Scheck an die US-Staatskasse ausstellen.