KSA: Illegales Online-Glücksspiel stärker als legaler Markt
Posted on: 14/10/2025, 01:06h.
Last updated on: 14/10/2025, 03:13h.
- Illegales Online-Glücksspiel ist laut KSA in den Niederlanden auf dem Vormarsch.
- Umsatzanteil des Schwarzmarkts liegt bei über 50 %.
- Demgegenüber stagnieren lizenzierte Betreiber.
In den Niederlanden fällt die jüngste Zustandsbeschreibung des Glücksspielmarktes durchwachsen aus. Am Montag veröffentlichte die Glücksspielbehörde ihren aktuellen Bericht. Diesem zufolge registrierte die Kansspelautoriteit (KSA) ein wachsendes illegales Online-Glücksspiel im Land.

Nach Angaben der KSA betrugen die Bruttospielerträge im ersten Halbjahr 2025 rund 600 Mio. Euro. Im Halbjahr zuvor hatten diese noch bei 697 Mio. Euro und damit 16 % höher gelegen.
Die KSA gibt für den sinkenden Trend handfeste regulatorische Gründe an. In ihrem Bericht heißt es zum Umsatzminus der Betreiber:
Das ist unter anderem auf die Einführung neuer Regeln zum besseren Schutz der Spieler zurückzuführen, die auch eine Einzahlungsgrenze beinhalten.
Die Limits führten werden demzufolge von den Spielern gut angenommen. Das führt dazu, dass die Erlöse der lizenzierten Online-Anbieter entsprechend sinken. So berichtet die KSA, dass sich die durchschnittlichen monatlichen Verluste je Spieler zuletzt erheblich reduzierten. Hatten diese Ende des Vorjahres noch 146 Euro verzockt, ging dies bis Mitte 2025 auf nur noch 119 Euro zurück.
Bei den 18- bis 24-jährigen Spielern fallen die Verluste mit monatlich 37 Euro weitaus geringer aus. Dafür erweisen sich Jüngere als überproportional spielfreudig: Obwohl sie nur gut 9 % der Bevölkerung ausmachen, entfallen 23 % der Spielerkonten auf diese Altersgruppe.
Wachsende Zahl von Spielern
Die sinkenden Einnahmen der legalen Online-Anbieter stehen einem leichten Wachstum der Spieler gegenüber. Demnach nahm die Zahl der Konten im Jahresverlauf von 1,19 auf 1,29 Millionen zu. Die KSA führt dies ebenfalls auf die anbieterbezogenen Limits zurück, sodass Spieler bei mehreren Anbietern ihr Glück versuchen.
Die Behörde gibt den Anteil der Spielenden an der Gesamtbevölkerung mit 5,7 % an. Ende 2025 betrug dieser noch 5,4 %.
Bei der Kanalisierung der niederländischen Spieler gibt die KSA Entwarnung. Mit 94 % bewegt sie sich auf dem Niveau des Vorjahres.
Anders sieht es hingegen bei der Kanalisierung der Umsätze aus. Die Behörde schätzt, dass mit 51 % mittlerweile über die Hälfte der Umsätze auf den Schwarzmarkt entfallen.
Für 2024 hatte sie noch einen Wert von 49 % angegeben. Dies bedeutet zugleich, dass die 51 % der Umsätze von nur 6 % der Spielenden erwirtschaftet werden. Diese Vielspieler dürften zu den besten Kunden von nicht lizenzierten Anbietern ohne Einsatzlimits gehören.
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