Mehr Kooperation der Glücksspielbehörden aus Nordamerika und EU?
Posted on: 12/08/2025, 10:07h.
Last updated on: 13/08/2025, 09:14h.
- Die Glücksspielbehörden aus Nordamerika und der EU könnten künftig enger zusammenarbeiten.
- North American Gaming Regulators Association äußerte den Wunsch zu mehr Kooperation.
- Ziele sind besserer Know-how-Austausch und Bekämpfung illegaler Aktivitäten.
Wenn es um die Regulierung des Sektors geht, arbeiten die Glücksspielbehörden aus Nordamerika und der EU bisher nicht wirklich eng zusammen. Das könne sich allerdings künftig ändern, denn von amerikanischer Seite wurde nun der Wunsch nach einer verstärkten Kooperation laut.

Laut North American Gaming Regulators Association (NAGRA) könnten sich die Behörden gegenseitig unterstützen, um das Glücksspiel in den beiden Regionen effektiver zu kontrollieren. Dies bezieht sich laut NAGRA-Präsident Jeremy Locke gerade auf den Austausch von Know-how und die Koordination gemeinsamer Aktivitäten.
Dabei gehe es darum, mit einem sich rasant entwickelnden Markt mitzuhalten. Dies erfordere moderne Methoden und eine ständige Anpassung an die neuen Gegebenheiten.
In einem Podcast der britischen Glücksspielbehörde UKGC betonte Locke:
In den letzten fünf oder sechs Jahren haben wir in Nordamerika eine explosive Modernisierung und Entwicklung des Glücksspielsektors erlebt. Die Regulierungsbehörden auf dem gesamten Kontinent haben schnell erkannt, dass die Welt rasant kleiner geworden ist.
Die Globalisierung mache auch vor der Glücksspielbranche nicht halt. Angesichts der weltweit agierenden Konzerne könnten internationale Partnerschaften auf Behördenseite somit von Vorteil sein.
Sportwetten im Fokus
Angesichts des auf beiden Seiten des Atlantiks boomenden Sportwetten-Markts dürfte ein Fokus auf diesem Bereich liegen. Laut Locke führte die Legalisierung von Sportwetten in den USA auch zu einem gesteigerten Interesse an Events in Europa.
In dieser Hinsicht stellten sich insbesondere Fragen zur Integrität des Sports und zu deren Schutz. Locke erklärte:
Wir beobachten Ereignisse in Großbritannien und dem übrigen Europa, auf die unsere Märkte in Nordamerika setzen. Wenn wir Integritätswarnungen erhalten, müssen wir alle zusammenarbeiten. Das Integritätsteam in Großbritannien befasst sich vielleicht mit denselben Dingen, aber wir können viel effizienter und schneller handeln, wenn wir unsere Bemühungen koordinieren.
Aus diesem Grund habe die NAGRA beschlossen, mit den Instanzen anderer Länder zusammenzuarbeiten. Es gehe darum, sich in diesem Bereich intensiv abstimmen und voneinander zu lernen. Ziel sei es, so Locke, die regulatorischen Rahmenbedingungen an die sich rasch wandelnde Glücksspiellandschaft in Nordamerika anzupassen.
So könne sichergestellt werden, dass den lizenzierten Betreibern ein offener Markt geboten werde. Gleichzeitig dürfte die Kooperation dabei helfen, illegale Aktivitäten und Spielmanipulation gezielter zu verfolgen.
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