Teenager aus Japan zockte Tau­sende Male im Online-Casino

Posted on: 10/10/2025, 03:21h. 

Last updated on: 09/10/2025, 01:27h.

  • Ein Teenager aus Japan zockte 7.000 Mal im illegalen Online-Casino.
  • 13-Jähriger setzte dafür das Kryptogeld seiner Eltern ein.
  • Der minderjährige Junge wurde an eine Spielsucht-Klink überwiesen.

In Japan ist Online-Glücksspiel illegal und der Jugendschutz verbietet Minderjährigen zugleich zahlreiche Aktivitäten. Gegen gleich beide Vorgaben verstieß nun ein Teenager, der in Japan mehr als 7.000 Mal in einem nicht genehmigen Online-Casino zockte.

Screenshot japanisches Online-Casino
Online-Slots sind im Land illegal (Bild: casino.org)

In dieser Woche gab die Polizei der Präfektur Kanagawa den ungewöhnlichen Fall bekannt. Im Ballungsraum der Millionenmetropole Tokio war ein 13-Jähriger identifiziert worden, der scheinbar pausenlos im Internet um Geld zockte.

Dabei setzte er nicht seine eigenen Ersparnisse, sondern auch das Geld seiner Eltern ein. Mit deren Guthaben soll der Sechstklässler in diesem Jahr über mehrere Monate an den Online-Slots eines illegalen ausländischen Anbieters gespielt haben.

Zum Ablauf des illegalen Spiels gab der Junge laut Medienberichten an:

Ich habe das Smartphone benutzt, das mir meine Eltern gegeben haben, um in Kontakt zu bleiben (…) Zuerst habe ich mein Taschengeld verwendet, aber schließlich habe ich angefangen, das Geld meiner Eltern zu benutzen.

Nach Angaben der Ermittlungsbehörden setzte der Junge Geld aus dem Krypto-Wallet seiner Eltern ein. Dabei verspielte er 260.000 Yen (1.500 Euro) in Form von Litecoins.

Polizei kritisiert zu laxe Kontrollen

Die Tatsache, dass der Teenager überhaupt in einem illegalen Online-Casino spielen konnte, wird von den Ermittlern scharf kritisiert. Ihnen zufolge gab der Junge an, bei der Eröffnung seines Casino-Kontos über sein Alter gelogen zu haben. Weitere ID-Checks unterblieben demnach.

Der Zahlungsdienstleister gerät ebenfalls in die Kritik der Beamten. In der Wallet können Nutzer traditionelle Währungen gegen Kryptowährungen eintauschen. Dafür ist jedoch keine Registrierung einer ID oder andere eine andere Form der Identitätsprüfung nötig. Auf diese Weise kam der Schüler überhaupt erst an die finanziellen Mittel seiner Eltern.

Das Interesse des Jungen wurde durch Medienberichte über die illegale Branche geweckt. Ab da muss es für den Heranwachsenden ein leichtes gewesen sein, mit dem verbotenen Online-Glücksspiel zu beginnen.

Der Fall ähnelt vergleichbaren Berichten von Jugendlichen, die verbotenerweise in Online-Casinos zocken. Für den 13-Jährigen hat das Spiel keine juristischen Konsequenzen. Aufgrund der Häufigkeit seiner Besuche wurde er jedoch an eine ambulante Spielsuchttherapie überwiesen.