Razzien gegen illegales Glücksspiel in ganz Italien
Posted on: 20/10/2025, 03:52h.
Last updated on: 19/10/2025, 04:03h.
- Behörden holten in Italien zu Razzien gegen illegales Glücksspiel aus.
- Die Beamten durchsuchten im ganzen Land Dutzende Betriebe.
- Wettbüros standen im Zentrum der Aktion.
Am vergangenen Freitag standen illegale Aktivitäten im Glücksspielbereich in zehn italienischen Provinzen im Fokus staatlicher Instanzen. Dabei wurden zahlreiche Verstöße sichergestellt und Geldstrafen in sechsstelliger Höhe verhängt.

Die Razzien gegen illegales Glücksspiel wurden in Italien von zwei Behörden koordiniert. Unter Federführung der Zentraleinheit für Glücksspiel Polizei (Polizia dei Giochi e delle Scommesse) fanden die Durchsuchungen statt. Dabei wurden sie unterstützt von Kontrolleuren der Zoll- und Monopolverwaltung (Agenzia delle Dogane e dei Monopoli) und der Polizei.
Insgesamt waren über 160 Beamte daran beteiligt. Ziel waren 35 Wettbüros, in denen die geschäftlichen Abläufe und Unterlagen genau unter die Lupe genommen wurden.
Die lange geplante Aktion wurde im ganzen Land durchgeführt. So fanden Razzien in den Provinzen Caserta, Brindisi, Latina, Mailand, Neapel, Palermo, Rom, Varese, Venedig sowie Verona statt.
Im Rahmen der Kontrollen wurden rund 300 Personen überprüft. Wie groß die Problematik illegaler Aktivitäten in den Wettbüros ist, zeigt eine weitere Zahl. So waren nach Angaben der Behörden 108 der Anwesenden polizeibekannt.
Diverse Verstöße festgestellt.
Im Gegensatz zu den zuletzt in Berlin durchgeführten Razzien standen keine illegalen Spielautomaten im Zentrum der Aufmerksamkeit. Stattdessen ging es um die Legalität der Geschäfte in den Wettbüros. Ein besonderes Augenmerk wurde auf mögliche Geldwäsche in den Betrieben gelegt.
Aufgrund der Schwere einzelner Verstöße wurden umgehend im Anschluss an die Razzien erste Geldbußen verhängt. Diese belaufen sich schon jetzt in 30 Fällen auf über 500.000 Euro. Aufgrund der weiteren festgestellten Delikte ist es sehr wahrscheinlich, dass auf einige der Betreiber aufgrund von Geldwäsche etc. weitere Geldstrafen zukommen.
Zu den am häufigsten festgestellten Verstößen gehört der Einsatz fraktionierter Wetten. Dabei werden Wetten in kleinere Beträge aufgeteilt, die jeweils unter die Meldegrenze für Finanztransaktionen fallen.
Auf diese Weise findet eine Identifizierung der Spieler nicht statt, die ansonsten ab einer gewissen Gewinnsumme obligatorisch wäre. Auf diese Weise können nach Ansicht der Behörden Gelder illegalen oder unklaren Ursprungs gewaschen werden.
Die festgestellten Delikte waren in zwei Wettbüros derart schwer, dass gegen deren Betreiber Strafanzeigen wegen Verstößen bei der Annahme von Wetten erstattet wurden. Es bleibt abzuwarten, ob noch weitere Anzeigen hinzukommen.
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