Glücksspiel-Anbieter GVC reduziert COVID-19-bedingte Umsatzverluste

Veröffentlicht am: 6. April 2020, 11:51 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 6. April 2020, 01:19 Uhr.

Auch der britische Glücksspiel-Anbieter GVC Holdings wurde von der COVID-19-Krise hart getroffen. Allerdings konnte der Konzern am Montag vermelden, dass die auf das Coronavirus zurückzuführenden Umsatzverluste deutlich geringer ausgefallen seien, als noch im März prognostiziert.

GVC Holdings
Glücksspiel-Anbieter GVC will der Krise trotzen (Bild: gvc-plc.com)

Am Montagmorgen gab das Unternehmen in einer Mitteilung für Anleger bekannt, dass sich die coronabedingten Einnahmeausfälle der aktuellen Einschätzung zufolge auf monatlich 50 Mio. GBP belaufen werden.

Halbierung des prognostizierten Rückgangs

Allerdings fiel das Minus signifikant niedriger aus, als noch im März prognostiziert: Damals war GVCs Geschäftsleitung von monatlichen Rückgängen in Höhe von 100 Mio. GBP ausgegangen.

Trotz der halbierten Verluste kündigte GVC Holdings an, die Dividende zu kürzen, da sich die Geschäftslage bis auf Weiteres voraussichtlich nicht merklich verbessern werde.

Um die erwarteten Verluste zu begrenzen, hat sich GVC einen strikten Sparkurs auferlegt, zu dem auch die Freistellung von Beschäftigten gehört. Um die Betroffenen finanziell zu unterstützen, kann das Unternehmen jedoch auf staatliche Beihilfen hoffen. Darüber hinaus winkt GVC eine Zinserleichterung auf Schulden, wodurch der Konzern weitere 20 Mio. GBP einsparen könnte.

Als Ursachen für die schlechte Situation hat das Unternehmen die landesweite Schließung der Wettshops ausgemacht. Hinzu käme die Vielzahl ausgefallener Sportveranstaltungen, die das Geschäft des Betreibers von Marken wie Ladbrokes und Coral seit Mitte März zusätzlich erschwerten.

Ein positiver Ausblick?

Da die Geschäftsentwicklung zu Beginn des Jahres jedoch außerordentlich positiv verlaufen sei, vermeldete GVC für das erste Quartal trotzdem noch ein Wachstum von 1 %. Dabei habe sich insbesondere das Onlinegeschäft hervorragend entwickelt, welches im Vergleich zum Vorjahresquartal um stattliche 16 % zulegen konnte.

Entsprechend optimistisch zeigte sich GVC-Boss Kenny Alexander:

“Ich bin zuversichtlich, dass wir aus dieser Situation in einer Position der Stärke heraustreten und gut positioniert sein werden, um die Vorteile einer Reihe attraktiver Wachstumsmöglichkeiten wahrnehmen zu können.“

Die Londoner Börse reagierte positiv auf GVCs neue Zahlen. So stieg der Kurs der gebeutelten Aktie, die seit Anfang Januar 2020 rund 40 % ihres Wertes verlor, zu Beginn des Handels um über 8 %.