Deutsche Glücksspiel-Behörde könnte nach Niedersachsen kommen

Veröffentlicht am: 30. Januar 2020, 09:13 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 13. Oktober 2020, 05:17 Uhr.

Eine von den Bundesländern vorgeschlagene Behörde zur Regulierung von Online-Glücksspiel könnte möglichweise nach Niedersachsen kommen. Wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) berichtet, bemühe sich der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) darum, die Institution im Nordwesten der Republik anzusiedeln.

Die Flagge Niedersachsens
Die neue Glücksspiel-Behörde könnte nach Niedersachsen kommen. (Quelle: Pixabay)

Die Regulierungsbehörde ist Teil des Entwurfs für einen neuen Glücksspielstaatsvertrag, der Anfang letzter Woche in den Medien kursierte und im Sommer 2021 in Kraft treten könnte. Er sieht die Legalisierung von Online-Glücksspiel unter Aufsicht einer zentralen Kontrollinstanz der Länder vor.

Bereits vor einigen Tagen hatte sich die thüringische FDP dafür stark gemacht, die Glücksspiel-Behörde in den Landkreis Altenburg zu holen.

Diese wichtigen Eckpunkte sieht der Entwurf des Glücksspielstaatsvertrags noch vor:

  • Einschränkungen von Live-Sportwetten
  • Erlaubnis von Online-Poker und weiteren Online-Casino-Spielen
  • Zentrale Sperrdatei für Spieler
  • Monatliches Einzahlungslimit für Spieler von max. 1.000 Euro

Bis zu 500 neue Arbeitsplätze in Niedersachsen

Laut der Meldung der HAZ habe sich Wirtschaftsminister Althusmann am Mittwoch mit einem Brief an Niedersachsens Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) gewandt.

Darin fordere der CDU-Politiker den Ministerpräsidenten auf, sich bei der Beratung der Länder zum Glücksspielstaatsvertrag für den Standort Niedersachsen einzusetzen. Die Behörde könne bis zu 500 neue Jobs in Niedersachsen schaffen, so Althusmann.

Gerade aus diesem Grund hoffen strukturschwache Regionen auf den Zuschlag.

Bereits jetzt hat sich die niedersächsische Stadt Helmstedt als möglicher Behördenort ins Gespräch gebracht. Insbesondere der Helmstedter Landrat Gerhard Radeck setze sich dafür ein, wie die Helmstedter Nachrichten mitteilen.

Unterstützung für das Vorhaben kommt auch von den anderen Fraktionen. Die FDP in Niedersachsen unterstützt den Vorschlag des Wirtschaftsministers.

Diese Faktoren sprechen für Niedersachsen

Althusmann unterstreicht in seinem Brief die Vorteile einer Glücksspiel-Behörde in Niedersachsen. Das Land habe in den vergangenen Jahren erfolgreich an der Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrages gearbeitet.

Ferner biete sich die Region Niedersachen wegen ihrer geografischen Lage besonders an. Wo die Behörde tatsächlich angesiedelt werden wird, könnten sich in den nächsten Monaten entscheiden.