GGL lädt zum DACHL-Treffen deutsch­spra­chiger Regu­lierer

Posted on: 07/10/2025, 08:54h. 

Last updated on: 08/10/2025, 12:35h.

  • Die GGL leitet diese Woche ein DACHL-Treffen deutschsprachiger Regulierungsbehörden.
  • Glücksspielbehörde betont die Bedeutung der internationalen Kooperationen.
  • Fokus auf illegales Glücksspiel, Sportwetten und Spielerschutz.

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) lädt am 8. und 9. Oktober 2025 zu einem DACHL-Treffen der deutschsprachiger Glücksspielbehörden. Dazu zählen neben den GGL-Gastgebern die Regulierer aus Liechtenstein, Österreich und der Schweiz. Bei dem jährlich stattfindenden Austausch stehen 2025 illegales Glücksspiel, Sportwetten und Spielerschutz im Vordergrund.

Ansicht GGL-Zentrale Halle
Die GGL lädt zum großen Treffen (Bild: Google Maps)

Am Mittwoch und Donnerstag treffen sich die Regulierer aus dem DACHL-Raum am Standort der GGL-Zentrale in Halle. Neben dem gemeinsamen Austausch von Informationen und Best Practices geht es um allgemeine Entwicklungen im Glücksspielrecht.

Als Themen stehen die in den Ländern geltenden unterschiedlichen Glücksspielregulierungen im Fokus. Dabei geht es unter anderem um die glücksspielrechtliche Bewertung der umstrittenen Lootboxen. GGL-Vorstand Ronald Benter erklärte zur Bedeutung der internationalen Kooperation:

Durch die enge Zusammenarbeit mit europäischen Aufsichtsbehörden können wir in allen Aufgabenbereichen profitieren – von der Bekämpfung illegalen Glücksspiels über die Aufsicht erlaubter Anbieter bis hin zur Spielsuchtprävention.

Parallel dazu brächten die Teilnehmer ihre Erfahrungen und erfolgreichen Maßnahmen in den europäischen Austausch mit ein, so Benter. Außerdem wird in Halle intensiv über erfolgsversprechende Strategien gegen den Glücksspielschwarzmarkt diskutiert.

Behandlung von illegalem Glücksspiel und Sportwetten

Ein Schwerpunkt der Konferenz liegt auf Maßnahmen zur Bekämpfung von illegalem Glücksspiel. Besonderes Interesse dürften die Erfahrungen der Regulierer bei Anwendung von technischen Maßnahmen wie Netzsperren wecken.

Es geht somit um Best Practices und die unterschiedlichen rechtlichen und technischen Ansätze zum Einsatz von IP-Blocking. Auch hier ist es laut GGL das Ziel, internationale Kooperationen in diesem sensiblen Bereich zu stärken.

Sportwetten werden nach Angaben der GGL ebenfalls intensiv behandelt. Dabei geht es unter anderem um illegale Wetten im Amateursport. Hinzukommt die Evaluierung von technischen Möglichkeiten, um die Umgehung der Identitätsprüfung von Wettenden zu verhindern.

Beim Spielersucht stehen aktuelle Ansätze zur Prävention von Spielsucht auf der Tagesordnung. Dazu gehören auch die sogenannten Markers of Harm, mit deren Hilfe auffälliges Spielverhalten frühzeitig identifiziert werden kann.

Für das kommende Jahr strebt die GGL eine Vertiefung der europäischen Zusammenarbeit samt intensivem Informationsaustausch an. Deshalb ist 2026 eine Veranstaltung mit zusätzlichen europäischen Glücksspielaufsichtsbehörden geplant.