Französische Nationallotterie schickt Angestellte zur freiwilligen Wohltätigkeitsarbeit

Veröffentlicht am: 21. Januar 2021, 02:53 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 21. Januar 2021, 02:53 Uhr.

Die Angestellten der französischen Nationallotterie Française des Jeux (FDJ) können künftig Teile ihrer Arbeitszeit für Aktivitäten bei wohltätigen Vereinen nutzen. Das Projekt sei durch den Anschluss der FDJ an die französische Skill-Sharing-Vereinigung L’Alliance pour le mécénat de compétences (kurz: L’Alliance) ermöglicht worden. Dies gab die FDJ am Mittwoch in einer Pressemitteilung bekannt [Seite auf Französisch].

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Mitarbeiter der französischen Lotterie erhalten Chance auf soziales Engagement während der Arbeit (Bild: Pixabay)

Die FDJ unterstützt im Rahmen ihrer Stiftung zahlreiche Vereine und Organisationen. Diese setzen sich unter anderem für soziale Gerechtigkeit, Kinder und Jugendliche, Menschen mit Behinderungen, Integration, Sportförderung und den Erhalt von Kulturerbe ein.

Über die L’Alliance könnten Mitarbeiter der FDJ, die sich für soziales Engagement interessieren, einen selbst gewählten Zeitraum bei einer der Organisationen verbringen, um diese vor Ort zu unterstützen. Die Maximaldauer pro Teilnehmer sei zunächst auf zwei Monate begrenzt.

Das Skill-Sharing, auch Skill-Based-Sponsoring genannt, ist eine Initiative, die sich in Frankreich seit Jahren wachsender Beliebtheit erfreut. Berichten zufolge nimmt knapp ein Drittel französischer Unternehmen an Skill-Sharing-Projekten teil. Der Gedanke hinter dem Skill-Sharing ist, dass für alle beteiligten Parteien Vorteile entstehen: Die Firmen erhalten Steuervergünstigungen, die Mitarbeiter erlernen neue Kompetenzen und die Wohltätigkeitsprojekte erhalten mehr aktive Unterstützung.

Projekt erfreut sich großer Beliebtheit

Das Interesse an einer Teilnahme am Projekt sei unter den Mitarbeitern groß, teilt die FDJ mit. Insgesamt 66 % der Angestellten interessierten sich für eine persönliche Partizipation. Bei den unter 35-Jährigen liege der Prozentsatz sogar bei 83 %.

Charles Lantieri, der Vorsitzende der FDJ-Stiftung, bewertet das große Interesse sehr positiv:

Das gemeinsame Engagement unseres Konzerns und unserer Mitarbeiter bestärkt die Existenzberechtigung der FDJ, indem wir uns sozial und solidarisch einbringen. Für die wohltätigen Organisationen ist das direkte Engagement unserer Angestellten eine Bestätigung unserer Werte und ergänzt die finanzielle Unterstützung unserer Stiftung.

Lantieri hoffe des Weiteren, dass die Mitarbeiter sich durch die Teilnahme am Projekt ihrem eigenen Arbeitgeber ebenfalls verbundener fühlten. Laut L’Alliance sei dies zumindest die Erfahrung anderer teilnehmender Arbeitgeber gewesen.

Bis zu 77 % der Angestellten anderer Unternehmen hätten bestätigt, sich nach Teilnahme am Projekt an ihrem Arbeitsplatz wohler zu fühlen. Für 42 % sei es das erste Mal gewesen, dass sie sich sozial engagiert hätten.