EGBA setzt Regeln für Glücksspiel-Marketing durch Influencer
Posted on: 29/10/2025, 01:20h.
Last updated on: 28/10/2025, 04:27h.
- Die EGBA setzt sich für Regeln im Glücksspiel-Marketing durch Influencer ein.
- Glücksspielverband stellt Standards für Auswahl und Vermarktung vor.
- Influencer-Marketing für Glücksspiel zuletzt deutlich in der Kritik.
Wie in vielen anderen Branchen setzen auch immer mehr Unternehmen des Glücksspielsektors auf die werbliche Unterstützung durch Influencer. Um dem Wildwuchs in diesem Bereich zu begegnen, setzt sich der europäische Glücksspielverband EGBA für feste Regeln im Glücksspiel-Marketing durch Influencer ein.

Die European Gaming and Betting Association stellte ihre Vorschläge vor wenigen Tagen in Brüssel vor. Kern davon ist der nachhaltige Einsatz und die Auswahl der passenden Influencer. Hierzu unterbreitet die EGBA eine Reihe von Vorschlägen [Seite auf Englisch].
Die Selbstverpflichtung zu verantwortungsvollem Influencer-Marketing im Bereich Online-Glücksspiel wurde in Zusammenarbeit mit der European Advertising Standards Alliance (EASA) entwickelt. Laut EGBA ist sie der erste branchenweite Katalog von Standards für Influencer-Marketing im europäischen Glücksspielsektor.
Die EGBA erklärte zu dem Katalog:
Er stellt einen bedeutenden Fortschritt im Umgang mit der rasanten Entwicklung des Online-Marketings dar. Das gilt insbesondere im Hinblick auf den zunehmenden Einsatz von Influencern in der Glücksspielbranche.
Die Selbstverpflichtung legt zusätzliche Standards für alle Influencer-Marketing-Inhalte fest, die im Auftrag von EGBA-Mitgliedern produziert werden. Um den Verbraucherschutz zu gewährleisten, fokussiert sich der Vorschlag auf drei Kernpunkte.
Was zu verbessertem Influencer-Marketing beiträgt
Zum einen setzt der Verband auf feste Auswahlkriterien für Influencer. Demnach verpflichten sich die EGBA-Mitglieder, nur mit Influencern zusammenzuarbeiten, die auf ein verantwortungsbewusstes Marketingverhalten überprüft wurden.
Um beanstandungslose Inhalte zu gewährleisten, sollen Schulungsprogramme für die Kreatoren durchgeführt werden. So soll sichergestellt werden, dass die Influencer über die neuesten Entwicklungen im Bereich der Werberegulierung auf dem Laufenden bleiben.
Ein weiterer Aspekt der Verpflichtung sind verbesserte Werbestandards: Altersbeschränkungen sollen Minderjährige künftig daran hindern, auf Influencer-Marketing-Inhalte für Online-Glücksspiele zuzugreifen. Zudem soll die generelle Ansprache von Minderjährigen verboten werden.
Um reibungslose Prozesse zu garantieren, sorgen die EGBA-Mitglieder für eine regelmäßige Überwachung und Kontrolle der Influencer-Marketinginhalte durch unabhängige Stellen. Inhalte, die nicht mit der Verpflichtung vereinbar sind, werden dabei unverzüglich entfernt.
Laut EGBA soll die Verpflichtung für alle Formen von Influencer-Inhalten gelten. Dazu zählen Live-Streams, Stories, Posts, Videos und alle weiteren digitalen Inhaltsformate. Die Zukunft wird zeigen, inwieweit sich die Situation in dem sensiblen Bereich durch die Selbstverpflichtung verbessert.
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