Wird die Sperrung von Wettgewinnern in New York verboten?
Posted on: 03/10/2025, 03:04h.
Last updated on: 02/10/2025, 03:16h.
- In New York könnte die mutwillige Sperrung von Wettgewinnern verboten werden.
- Aus für Suspendierung von Wettfans, die mit ihren Tipps zu oft richtig liegen?
- Abschaltung von Accounts nur bei Verdacht auf Problemspiel oder Unregelmäßigkeiten.
Nicht nur in den USA bedienen sich Buchmacher der Suspendierung von erfolgreichen Kundenkonten, um lukrativere Geschäfte zu machen. In New York könnte der mehr oder weniger mutwilligen Sperrung von Wettgewinnern bald ein Ende gesetzt werden.

Das Aus dieser umstrittenen Geschäftspraxis der Wettanbieter ist das Ziel einer Gesetzesinitiative des Abgeordneten Alex Bores. Bores will verhindern, dass die Betreiber die Accounts von Kunden sperren, die mit ihren Wetttipps aus Sicht der Buchmacher zu oft richtig liegen.
Das beantragte Verbot gilt auch für die zwischenzeitliche Limitierung von Einsätzen oder der Wettfrequenz. Dies sind ebenfalls häufig kritisierte Maßnahmen, mit denen sich die Anbieter von Sportwetten vor zu hohen Auszahlungen an Kunden schützen wollen.
In der Vergangenheit war die Sperrung oder Limitierung von Kundenkonten durchaus gängige Praxis. Die Betreiber legten dabei nicht dar, aus welchen Gründe sie zu diesen Maßnahmen griffen.
Dies würde sich ändern, sollte die Gesetzesnovelle tatsächlich umgesetzt werden. Dann hätten die Buchmacher 24 Stunden Zeit, den Kunden gegenüber die Abschaltung zu begründen.
Sperrung nur im begründeten Verdachtsfall
Künftig soll den Betreibern die Verhängung von Sperren nur noch in Ausnahmefällen genehmigt werden. Das betrifft zum einen den Verdacht auf Unregelmäßigkeiten. Dazu können Anzeichen von Geldwäsche oder aber Betrugsabsichten wie Match-Fixing gehören.
Darüber hinaus sind Suspendierungen bei Hinweisen auf ein bestehendes Problemspiel möglich. Sollten Wettende in zu kurzer Zeit zu viel Geld setzen, müssen die Betreiber Maßnahmen zum Schutz der Spieler ergreifen.
Neben Sportwetten hält die Glücksspielbranche derzeit die kommende Vergabe der Casino-Lizenzen in New York in Atem. Von der ehemals zweistelligen Anzahl an Bewerbern sind nach diversen Absagen und Rückzügen nur noch vier Interessenten im Rennen. Mit dabei sind namhafte Glücksspielkonzerne wie Bally’s, MGM Resorts und Hard Rock. Resorts World hofft zudem darauf, seine bestehende Glücksspiellizenz in eine umfassende Casino-Resort-Genehmigung umwandeln zu können. Sicher ist schon jetzt, dass keine der Spielstätte in Manhattan entstehen wird. Dort hatte sich die Gegenwehr von lokalen Politikern, Unternehmen und Bevölkerung als zu stark erwiesen.
Bevor erfolgreiche Wettfans aufatmen können, dürfte jedoch noch einige Zeit vergehen. Bores hat seinen Antrag beim New Yorker Komitee für Rennen und Wetten eingereicht. Da die aktuelle Sitzungsperiode des Jahres schon im Juni endete, werden sich die Abgeordneten erst ab kommendem Januar mit dem Antrag beschäftigen.
Auch danach könnte es noch Monate dauern, ehe es zu einer Entscheidung kommt. Sicher dürfte hingegen bereits jetzt sein, dass die Initiative mit starkem Gegenwind seitens der New Yorker Buchmacher zu rechnen haben wird.
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