10 Mio. GBP! UKGC be­legt Uni­bet-Be­trei­ber mit Mil­lio­nen­strafe

Posted on: 23/10/2025, 03:58h. 

Last updated on: 22/10/2025, 04:06h.

  • UKGC verhängt gegen den Betreiber der britischen Marke Unibet hohe Geldstrafe.
  • Platinum Gaming Limited muss 10 Mio. GBP bezahlen.
  • Verstöße gegen Anti-Geldwäscherichtlinien und soziale Verantwortung.

Die britische Glücksspielbehörde ist für die Verhängung hoher Geldbußen bekannt. Dies bewies sie am Mittwoch erneut, als die UKGC eine 10 Mio. GBP schwere Geldstrafe gegen den Betreiber der Online-Marke Unibet verkündete.

Unibet-Website
Die UKGC wies diverse Verstöße nach (Bild: Unibet)

Nach Angaben der UK Gambling Commission hat sich der Glücksspielbetreiber Platinum Gaming Limited diverser Verstöße schuldig gemacht. Dazu gehören insbesondere Verfehlungen im Bereich der sozialen Verantwortung gegenüber den eigenen Kunden.

Demnach unterließ der Betreiber die Kommunikation mit Nutzern, obwohl deren Online-Verhalten deutliche Hinweise auf mögliches Problemspiel enthielt. Dies macht die Glücksspielbehörde vor allem an hohen Verlusten der Betroffenen innerhalb kürzester Zeit fest, ohne dass der Betreiber einschritt.

Unter anderem verzockte ein gerade erst registrierter Kunde innerhalb von 24 Stunden 5.000 GBP, ohne dass der Betreiber die Person kontaktierte oder dessen Account sperrte. In den folgenden drei Wochen war es dem Spieler zudem möglich, insgesamt über 16.000 GBP zu verzocken. Die internen Prozesse von Unibet führten nicht dazu, dass das problematische Verhalten des Spielers identifiziert wurde.

In anderen Fällen verlor eine Reihe weiterer Spieler bis zu fünfstellige Beträge, ohne dass der Kundensupport von Unibet einschritt. Die von dem Regulierer geforderten Warnhinweise und Kontaktaufnahmen seitens des Betreibers waren jeweils unterblieben.

Zu schwache Anti-Geldwäschemaßnahmen

Neben der mangelhaften Bereitstellung eines fairen Spielangebots wirft die UKGC Platinum Gaming zu laxe Maßnahmen bei der Verhinderung von Geldwäsche vor. In dieser Hinsicht kam es ebenfalls gleich mehrfach zu Verstößen.

Demnach konnten Kunden, deren Accounts zuvor wegen Geldwäscheverdacht geschlossen worden waren, erneut Konten bei dem Betreiber öffnen. Hinzukommen zu schwache Kontrollmechanismen in diesem sensiblen Bereich. Dies dürfte ebenfalls dazu geführt haben, dass die UKGC weitere Anforderungen an das Unternehmen stellt.

John Pierce, Leiter der Vollzugsabteilung der Kommission, erklärte dazu:

Neben der Geldstrafe in Höhe von 10 Millionen Pfund muss dieser Betreiber eine unabhängige Nachprüfung und interne Untersuchung durchführen und die Kommission regelmäßig auf dem Laufenden halten. Diese zusätzlichen Auflagen sollen sinnvolle Veränderungen vorantreiben, die Rechenschaftspflicht stärken und eine Kultur der Compliance verankern.

Für Platinum Gaming ist es nicht die erste millionenschwere Geldstrafe, die das Unternehmen von der UKGC erhält. Bereits im Jahr 2023 hatte die Glücksspielbehörde erhebliche Schwachstellen aufgedeckt.

Damals war es ebenfalls um mangelnde soziale Verantwortung und Geldwäscheschutz gegangen. Die Geldbuße in Höhe von 2,3 Mio. GBP scheint jedoch keine nachhaltigen Verbesserungen bei dem Betreiber nach sich gezogen zu haben.