Hunderttausende illegale britische Glücksspiel-URLs identifiziert
Posted on: 27/10/2025, 03:10h.
Last updated on: 24/10/2025, 04:14h.
- 2025 wurden Hunderttausende illegale Glücksspiel-URLs identifiziert.
- UKGC entdeckte seit April 447.778 URLs der nicht lizenzierten Betreiber.
- 321 illegale Online-Websites im 2. Quartal von SEO-Löschung betroffen.
In Großbritannien weitet sich das Angebot nicht lizenzierter Online-Casinos und -Buchmacher weiter aus. Dies geht aus Daten der Glücksspielbehörde hervor. Letzte Woche meldete die UK Gambling Commission, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten Hunderttausende illegale Glücksspiel-URLs identifiziert hat.

Demnach entdeckte die UKGC allein seit April dieses Jahres 447.778 URLs von nicht lizenzierten Betreibern. Diese leitete sie an die Suchmaschinen Google und Bing weiter, um die Adressen aus den Suchtrefferergebnissen zu löschen. Auf diese Weise soll die Auffindbarkeit der illegalen Anbieter eingeschränkt werden.
Die Zahl der Löschungsanträge ist derart hoch, dass die SEO-Betreiber kaum mit deren Bearbeitung nachkommen. Laut UKGC erfolgte die Austragung in dem Zeitraum bei 287.961 URLs.
Im 2. Quartal veranlasste die Behörde die Löschung von 321 illegalen Online-Websites. Im Vergleich zu den vorangehenden Quartalen hat sich diese Zahl verdoppelt. Da die Websites teilweise eine vierstellige Anzahl von Unterseiten besitzen, summiert sich dies auf die annähernd 450.000 identifizierten URLs.
Bei 214 der kompromittierenden Websites wurde eine vollständige Lösung beantragt. Damit sind diese Online-Marken für Nutzer bei Google und Co. gar nicht mehr zu finden.
Parallel zur SEO-Optimierung setzt die Behörde auf die Kooperation mit Social-Media-Netzwerken. So werden bspw. entdeckte Facebook-Angebote an Meta weitergeleitet, woraufhin diese gelöscht werden.
Geoblocking immer beliebter
Neben der Löschung aus den Suchergebnissen setzt die UKGC auf die direkte Konfrontation mit den kriminellen Akteuren. In Q2 wurden demnach 145 von ihnen Unterlassungserklärungen zugestellt.
Darüber hinaus gewinnt IP-Blocking zunehmend an Bedeutung. Davon wurde im 2. Quartal 2025 insgesamt 108-mal Gebrauch gemacht.
Die UKGC erklärte dazu:
Geoblocking und Sperren durch Registrierstellen scheinen wirksamere Methoden zur Unterbindung zu sein. Die Entfernung aus Suchmaschinen hat zwar auch Auswirkungen, aber in geringerem Maße. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass die Entfernung aus Suchmaschinen das Auffinden der Website erschwert, den Zugriff jedoch nicht vollständig blockiert.
Nach Angaben der Glücksspielbehörde werden aktuell weit über 1.000 illegale Online-Betreiber beobachtet, nachdem diese sanktioniert wurden. Viele von ihnen versuchen demnach, mit ähnlich lautenden URLs und Marken weiterzumachen.
Dies trägt zu der hohen Zahl an URLs bei, die die UKGC täglich identifiziert. Angesichts der Schwemme an nicht lizenzierten Anbietern dürfte es unmöglich sein, das Netz gänzlich von ihnen freizuhalten.
No comments yet