Gespräche beim EM-Finale: UEFA und EU-Kommission gemeinsam für Vielfalt

Veröffentlicht am: 3. August 2022, 03:12 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 3. August 2022, 03:14 Uhr.

Im Licht der wachsenden Popularität des Frauenfußballs präsentiert die UEFA ihre verstärkten Bemühungen in den Bereichen Gleichstellung, Vielfalt und Inklusion.

Fußballerin Linda Dallmann steht an Tor
Die UEFA und die EU intensivieren ihre Zusammenarbeit auch mit Blick auf den Bereich der Gleichstellung (Quelle: (ots) Photo by Angelos Zymaras)

Wie der europäische Fußballdachverband gestern mitteilte, sei es im Rahmen des Finales der Women’s EURO 2022 zu einem diesbezüglichen Treffen zwischen der EU-Kommissarin für Gleichstellung, Helena Dalli, und dem UEFA-Präsidenten Aleksander Čeferin gekommen. Dabei habe man sich auf die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Akteuren aus Sport und Politik verständigt.

Hochkarätiges Treffen im Wembley-Stadion

Am 9. Juni unterzeichneten Vertreter der UEFA und der Europäischen Kommission eine formelle Kooperationsvereinbarung.

Helena Dalli European Parliament
Helena Dalli ist EU-Kommissarin für Gleichstellung (Quelle: flickr.com/ European Parliament, CC BY 2.0)

In dieser verpflichteten sie sich, ihre gemeinsamen Bemühungen gegen die Diskriminierung und für Gleichberechtigung und Vielfalt zu intensivieren.

Am Rande des Finalspiels  der Fußball-EM am Sonntag bekräftigten die Akteure ihr Vorhaben erneut. Wie die UEFA in einer gestern veröffentlichten Pressemeldung mitteilt, hätten sich EU-Kommissarin Dalli und UEFA-Präsident Čeferin über die Erreichung der gemeinsamen europäischen Ziele mit Blick auf Gleichstellung, Vielfalt und Inklusion ausgetauscht.

Dalli zeigt sich im Statement zufrieden mit der Verbindung sportlicher und politischer Akteure beim Einsatz für die gemeinsamen Ziele:

Fußball ist für Millionen von Menschen in Europa ein wichtiger Lebensinhalt. Sport hat nicht nur die Kraft, Barrieren zu überwinden, sondern auch Brücken zu bauen. Gemeinsam mit der UEFA machen wir unseren Standpunkt deutlich: Wir sagen Nein zu allen Formen von Diskriminierung und Hass und werden den Fußball gemeinsam dafür nutzen, die Welt zu gestalten, in der wir alle leben möchten.

Auch der Fußball-Chef betont seine Freude über die anstehende Zusammenarbeit mit der Kommissarin. Insgesamt, so stellt Čeferin heraus, bildeten der europäische Fußball und die Europäische Kommission „ein großartiges Team“ bei der Förderung von Gleichstellung, Vielfalt und Inklusion.

Gemeinsames Engagement bei anstehenden Europameisterschaften

Konkret sei es in den Gesprächen laut UEFA unter anderem um die Gestaltung der Männer-EM 2024 in Deutschland und die der Frauen-EM 2025 mit Blick auf die gemeinsamen Ziele gegangen.

Im Dezember 2021 hatte die UEFA ihr Strategiepapier für nachhaltigen Fußball Stärke durch Einheit 2030 veröffentlicht. In diesem beschwört UEFA-Präsident Aleksander Čeferin die „Freisetzung der einzigartigen Kraft des Fußballs“.

Unter Einbeziehung von Akteuren aller Ebenen wolle sich die UEFA unterschiedlichen Themenbereichen der Nachhaltigkeit widmen.

Hierzu gehörten sowohl Fragen zum Schutz der Umwelt als auch die Verpflichtung zur Wahrung der Menschenrechte. Als Kernpunkte für Letzteres nennt die UEFA unter anderem die Bekämpfung von Rassismus, Gleichstellung und Inklusion sowie die Unterstützung von Flüchtlingen.

Zudem beteilige sich die UEFA an der für 2023 geplanten Konferenz der Europäischen Kommission für Gleichstellung. Bei dieser solle unter anderem Fußballfans ermöglicht werden, mit ihren Stars und Vorbildern in Kontakt zu treten.

Weiterhin setze man sich gemeinsam für eine stärkere Vernetzung politischer und sportlicher Akteure ein. Denkbar sei hier beispielsweise die Erarbeitung nationaler Antirassismus-Aktionspläne. Auch der Ausbau von Strukturen zur Verbesserung von Arbeitsbeziehungen innerhalb der 27 EU-Staaten stehe auf dem Plan der Partner.