Triton Poker lädt zum teuersten Pokerturnier der Welt

Veröffentlicht am: 30. Juli 2019, 12:44 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 30. Juli 2019, 01:10 Uhr.

Ab morgen findet in der englischen Hauptstadt London die Triton SHR Series statt. Highlight der neuntägigen Pokerturnierserie ist das Triton Million-Turnier mit einem Buy-in in Höhe von 1.050.000 Pfund Sterling (ca. 1,14 Millionen Euro), welches am Donnerstag beginnen wird.

Offizielles Werbeplakat der Triton Poker Series
Die Triton Poker Series findet ab 31. Juli 2019 in London statt. (Quelle: YouTube)

Mit einer Startgebühr von mehr als 1 Millionen Euro löst das Event das bisher teuerste Turnier der Poker-Geschichte, das „Big One for One Drop Extravaganza“ (Link auf Englisch), ab.

Eine wahrlich exklusive Pokerrunde

Die vorab veröffentlichte Teilnehmerliste des Triton Million ist gespickt mit großen Namen aus Poker- und Geschäftswelt. Kein Wunder, sorgten das hohe Buy-in und ein selektives Registrierungsverfahren für ein überschaubares Teilnehmerfeld von 47 Spielern.

Anders als bei regulären Pokerturnieren wurden die Teilnehmer von einem Organisationskomitee bestimmt. Alle der Nominierten, die innerhalb der Anmeldefrist 50.000 Pfund Sterling (ca. 54.000 Euro) Reservierungsgebühr hinterlegten, durften einen selbstgewählten Gast in das Turnier einladen. Außerdem konnten sich Profis, die an dem Turnier teilnehmen wollten, von den Nominierten als „Poker-Buddy“ in das Event wählen lassen.

Zu den direkt vom Komitee berufenen Spielern gehören Unternehmer wie der Hedgefonds-Manager Bill Perkins (50) und der Casino-Besitzer Rob Yong. Aus deutscher Sicht sind vor allem die Teilnahmen von Christoph Vogelsang (34) und Fedor Holz (26) von Interesse, die sich im Rahmen einer Gasteinladung für das Turnier registrieren durften.

Der Preispool, der nach jetzigem Stand bei über 47 Millionen Pfund Sterling (ca. 51 Millionen Euro) liegen wird, soll unter anderem gemeinnützigen Projekten wie dem Malaysischen Roten Kreuz und der Caring For Children Foundation zugutekommen.

Alle Turniere der Triton SHR Series London 2019

31.07.2019: Six-Handed No Limit Hold`em (Buy-in: 25.000 Pfund Sterling)

01.08. – 03.08.2019: Triton Million (Buy-in: 1.050.000 Pfund Sterling)

02.08. – 03.08.2019: Eight-Handed No-Limit Hold`em (Buy-in: 50.000 Pfund Sterling)

04.08. – 05.08.2019: No Limit Hold`em Main Event (Buy-in: 100.000 Pfund Sterling)

05.08. – 06.08.2019: Short Deck Ante-Only (Buy-in: 25.000 Pfund Sterling)

06.08. – 08.08.2019: Short Deck Main Event (Buy-in: 100.000 Pfund Sterling)

07.08. – 08.08.2019: Short Deck Ante-Only (Buy-in: 50.000 Pfund Sterling)

Besondere Regeln für das teuerste Pokerturnier aller Zeiten

Nicht nur das Registrierungsverfahren erfolgt beim teuersten Pokerturnier aller Zeiten nach besonderen Regeln, sondern auch das Spielen selbst. So dürfen direkt nominierte Teilnehmer bis zum Ende des Blind-Level 6 nicht mit ihren eingeladenen Gästen an einem Tisch spielen.

Diese Aufteilung beugt so illegalem Zusammenspiel (Collusion) vor und trennt die Spieler in Amateure und Profis. Schließlich lud das Turnierkomitee im ersten Zuge nur reiche Geschäftsleute und wohlhabende Amateurspieler ein, die ihrerseits einen professionell spielenden „Poker-Buddy“ einladen konnten.

Diese Trennung erlaubt den vermögenden Freizeitspielern, vorerst unter sich zu bleiben und gibt den Größen des Spiels die Chance, sich sofort mit den Besten ihres Faches messen zu können.

Spezielle Vorschriften betreffen beim Event überdies die Kleiderordnung. Während des Turniers sind Kleidungsstücke wie Schals, Kopfbedeckungen und Kapuzen-Sweatshirts untersagt. Am Final Table selbst herrscht für alle Spieler Pflicht zur Abendgarderobe.

Auch Sportler interessieren sich für die Triton SHR Series

Ein Sportler, der schon seit Jahren Poker spielt und an großen Turnieren teilnimmt, ist Boris Becker (51). Die Tennislegende, die in London lebt, wird in dieser Woche am Triton No Limit Hold`em Turbo-Event teilnehmen, wie der Veranstalter auf Twitter mitteilte.

 

Mit dabei ist auch Patrik Antonius (38), ein weiterer ehemaliger Tennisspieler, der zum Poker wechselte. Er wird sogar bei drei Events der Serie antreten.

Für die hohen Buy-ins wird er allerdings nicht komplett aufkommen. Auf dem Staking-Marktplatz Stake-Kings verkauft er gerade Anteile an seinen Startgebühren.

Ob sich das Investment für Fans und Poker-Investoren lohnt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.