Grand National: Rachel Blackmore-Sieg kostet Buchmacher Millionen

Veröffentlicht am: 12. April 2021, 12:53 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 12. April 2021, 01:13 Uhr.

Das Grand National 2021 wird als das Rennen in die Geschichte eingehen, bei dem erstmals eine Jockette triumphierte. Auf ihrem Wallach Minella Times siegte die 31-jährige Rachel Blackmore aus Irland und ist damit die erste Frau, die das traditionsreiche Rennen gewinnen konnte. Der Sieg der Favoritin kommt die Buchmacher teuer zu stehen. So beziffert allein Paddy Power die Höhe der Auszahlungen auf rund 15 Mio. GBP.

Pferderennen
Beim Grand National zahlten die Buchmacher drauf (Bild: Pixabay/dreamtemp)

Andere Anbieter äußerten sich ähnlich, da viele Wettfans auf Rachel Blackmore gesetzt hätten. Doch trotz der hohen Auszahlungen nahmen die Buchmacher den Ausgang sportlich.

Ein Sprecher von Paddy Power erklärte:

Es ist ein goldener Tag für den Rennsport – die Auszahlung von 15 Millionen Euro mag etwas weh tun, aber ich kann es Rachael Blackmore kein bisschen missgönnen.

Vertreter von Wettanbietern wie Coral und Ladbrokes schlossen sich dieser Aussage an. Blackmore habe den Erfolg mehr als verdient, so Jon Lees vom Buchmacher Ladbrokes.

Große Freude bei Reiterin und Trainer

Die Reiterin hatte nach dem Sieg und ihrem Status als erste siegreiche Jockette beim Grand National gesagt, sie führe sich nicht männlich oder weiblich, nicht einmal menschlich, sondern schlicht unglaublich.

Einen doppelten Grund zum Feiern gab es für Minella Times-Trainer Henry de Bromhead. Neben dem siegreichen Pferd betreut der 48-jährige Ire auch den zweitplatzierten Wallach Balko Des Flos. Der zehnjährige 100:1-Außenseiter kam mit kurzem Abstand hinter dem siegreichen Favoriten ins Ziel.

Das Pferderennen war in diesem Jahr fest in irischer Hand. Hinter Minella Times und Balko Des Flos kamen weitere, von irischen Trainern betreute Vollblüter ins Ziel. Auch die Plätze drei, vier und fünf gingen an Pferde von der grünen Insel. Insgesamt werden zehn der elf Bestplatzierten in Irland trainiert.

Trotz der in den letzten Jahren erfolgten Bemühungen, das Rennen für Pferde und Reiter sicherer zu gestalten, wurde es in diesem Jahr erneut von tragischen Unfällen überschattet. So musste das Pferd The Long Mile nach einem Sturz eingeschläfert werden. Zudem endete das Rennen für Jockette Bryony Frost im Krankenhaus. Insgesamt kamen nur 15 der 40 gestarteten Teilnehmer ins Ziel.

Vor Beginn des Events hatten die Anwesenden in Gedenken an den vergangenen Freitag verstorbenen Prinz Philip eine Schweigeminute eingelegt. Zum Zeichen der Trauer waren die Flaggen auf halbmast gehisst und die Jockeys mit schwarzen Armbändern an den Start gegangen.