Online-Poker-Anbieter PokerStars sperrt EU-Plattform für Spieler aus Russland

Veröffentlicht am: 3. November 2021, 02:27 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 3. November 2021, 02:28 Uhr.

Pokerspieler aus Russland können seit Dienstag, den 2. November 2021, nur noch über den Client von PokerStars Sochi spielen. Die EU-Plattform des Online-Poker-Anbieters ist für russische Spieler gesperrt. Laut PokerStars sei die Änderung eine Folge der russischen Gesetzgebung für Online-Glücksspiel.

PokerStars Ankündigung
EU-Plattform von PokerStars für Spieler aus Russland gesperrt. (Bild: pokerstars.com)

Wie ein Branchenportal berichtete, müssten russische Spieler eine lokale Plattform nutzen, die kein Online-Casinospiel anbiete. Daher müsse der Client für pokerstarsinsochi.com [Seite auf Russisch] heruntergeladen und verwendet werden.

In der Mitteilung an Spieler aus Russland heißt es:

Sie brauchen kein neues Konto zu erstellen – melden Sie sich einfach mit Ihrem PokerStars-Konto an und greifen Sie auf Ihr Konto und Ihren Spielverlauf zu. Für die Spieler ändert sich nach der Migration nichts: Die Russen bleiben im allgemeinen Pool mit dem gleichen Turnierplan und den globalen PokerStars-Aktionen.

Kaum Änderungen für russische Pokerfans

Im Grunde dürfte sich für russische Pokerspieler nur wenig ändern. So können die Spieler auch weiterhin nicht nur ihre Benutzernamen, Kontostände und Handverläufe behalten, sondern auch auf den internationalen Spielerpool von PokerStars zugreifen.

Das bedeutet, auch künftig werden Spielerinnen und Spieler um die Preispools konkurrieren. Die Migration auf die russische Plattform erfolge automatisch, so PokerStars. Nach dem Herunterladen des Clients müssten sich die User nur noch einloggen.

PokerStars passt sich an russische Glücksspiel-Gesetzgebung an

Die Migration der russischen Spieler auf eine nationale Webseite dürfte eine direkte Folge der russischen Vorschriften für das Glücksspiel sein. Casinospiele dürfen nur aus einer der vier Regionen stammen, die im Land als „Spielzonen“ ausgewiesen wurden. Eine dieser Zonen ist Sochi.

Diese Gesetze sind seit 2009 in Kraft, aber erst in den letzten Jahren wurden Anstrengungen unternommen, sie online durchzusetzen. PokerStars ging daraufhin eine Partnerschaft mit Kasino Sochi ein und startete 2018 zusammen mit seinem Partner eine nationale Plattform.

Dieser Schritt ermöglichte es PokerStars, in Russland aktiv zu bleiben, aber die Spieler konnten weiterhin die EU-Plattform nutzen. Dies änderte sich am 2. November, als PokerStars.eu für Spieler in Russland gesperrt wurde.

Die einzige Änderung, die russische Spieler bemerken werden, ist das Fehlen der Casinospiele. Ob diese Tatsache zu einem Rückgang der aktiven Spieler auf PokerStars führen wird, bleibt abzuwarten. Für Pokerspieler dürfte dies allerdings kein großer Rückschlag sein.