Norsk Tipping reduziert Einsatz­limits bei Online-Spielen um 25 %

Veröffentlicht am: 2. Dezember 2020, 10:36 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 2. Dezember 2020, 11:29 Uhr.

Der norwegische Glücksspielanbieter Norsk Tipping hat Einsatzlimits für besonders risikoreiche Varianten seines Angebotes an Online-Glücksspielen um 25 % reduziert. Wie Norwegens Glücksspielmonopolist am Dienstag bekanntgab, werde dies für bestimmte Games vorerst bis zum 31. Januar gelten.

Norsk Tipping Schild
Norsk Tipping will den Spielerschutz stärken (Bild: Wikimedia/Peulle, Lizenz: CC BY-SA 4.0)

Nach Auskunft von Norsk Tipping gelten die angekündigten Limits seit 1. Dezember bei den Angeboten KongKasino, eFlax, Bingoria und Yezz. Dort könnten Spieler bis auf Weiteres monatlich nicht mehr als 7.500 NOK (705 Euro) verlieren. Zudem sei das tägliche Limit auf 2.000 NOK (188 Euro) begrenzt und damit sogar um 50 % verringert worden.

Die Reduzierung sei nur Teil einer Reihe temporärer Maßnahmen, die für die kommenden zwei Monate gelten sollen. Dazu zähle des Weiteren eine signifikante Verlängerung der verordneten Ruhepausen. Während diese bisher nach einer Spielzeit von einer Stunde bei lediglich 90 Sekunden gelegen habe, müssten Spieler künftig 15 Minuten warten, ehe sie weiterspielen könnten.

Parallel zu Norsk Tippings Maßnahmen hat auch die norwegische Regierung ihre Bemühungen für einen besseren Spielerschutz intensiviert. Anfang der Woche gab sie bekannt, 15 Mio. NOK (ca. 1,4 Millionen Euro) für den Kampf gegen die Spielsucht zur Verfügung stellen zu wollen.

Neben Anpassungen beim Glücksspiel wolle Norsk Tipping zudem seine Marketingaktivitäten modifizieren. So würden in den nächsten Wochen keine Werbe-E-Mails mehr an Kunden im Alter von 18 bis 25 Jahre geschickt. Zudem wolle das Unternehmen auf die Markierung einzelner Spiele mit dem Label „besonders beliebt“ verzichten.

Ziel: Ein besserer Spielerschutz

Als Ziel der Maßnahmen gibt Norsk Tipping die Verbesserung des Spielerschutzes an. Dies sei insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie wichtig, da die Menschen mehr Zeit allein zu Hause verbrächten und dort einer größeren Spielsuchtgefahr ausgesetzt seien.

Dies wolle der Anbieter verhindern. Zugleich betonte Norsk Tipping-Chefin Åsne Havnelid einen weiteren Grund für die jetzt eingeleiteten Einschränkungen:

Wir wissen, dass die Glücksspielprobleme in der Bevölkerung zunehmen und dass der Dezember unser größter Glücksspielmonat ist.

Norsk Tipping teilte mit, dass die selbst auferlegte Beschränkung nicht zwangsläufig Ende Januar enden müsse. Das Unternehmen werde die Zeit bis dahin nutzen, um die Ergebnisse der Maßnahmen intern zu bewerten. Danach werde über eine mögliche weitere Verlängerung entschieden.