Gewinn nicht abgeholt: Lotto Sachsen-Anhalt sucht Lotto-Millionär von 2019

Veröffentlicht am: 13. July 2022, 01:05 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 13. July 2022, 01:10 Uhr.

Der staatliche Glücksspiel-Betreiber Lotto Sachsen-Anhalt sucht nach einem unbekannten Lotto-Millionär. Dem Spieler oder der Spielerin blieben nur noch wenige Monate Zeit, den bei einer Sonderziehung im Jahr 2019 geknackten Jackpot in Höhe von einer Million EUR für sich zu reklamieren. Andernfalls fließe das Geld in die nächste bundesweite Sonderziehung.

Mann mit Objektiv vor dem Auge
Lotto Sachsen-Anhalt fahndet aktuell nach einem Millionengewinner von 2019 (Quelle: unsplash.com/
Evgeni Tcherkasski)

Lotto-Glück im Südharz

Am 9. Dezember 2019 räumte ein im Südharz abgegebener Lotto-Tippschein bei einer Nikolaus-Sonderauslosung einen Gewinn von 1 Mio. EUR ab. Bislang hat sich der oder die Glückliche jedoch noch nicht bei Betreiber Lotto Sachsen-Anhalt gemeldet.

Die Landeslotteriegesellschaft sucht nun erneut öffentlich nach dem Gewinner oder der Gewinnerin. Bereits Im Oktober 2020 hatte Lotto Sachsen-Anhalt seine Kunden dazu aufgerufen, alte Spielscheine noch einmal zu prüfen. Damals, elf Monate nach der Ziehung, erklärte der damalige Geschäftsführer Marko Ehbele in einer Mitteilung:

Dass ein Millionär seinen Gewinn bewusst so lange warten lässt, kam in der 29-jährigen Unternehmensgeschichte noch nicht vor.

Nun legte der Magdeburger Glücksspiel-Anbieter mit einer weiteren Meldung nach.

Die Zeit, die Million abzurufen, werde nämlich langsam knapp. Insgesamt drei Jahre werden Gewinne vorgehalten, danach fließen die nicht abgeholten Gelder zurück in den Lotto-Topf.

Erster verfallener Millionen-Gewinn in Sachsen-Anhalt?

Sollte es im aktuellen Fall tatsächlich soweit kommen, wäre dies laut Lotto Sachsen-Anhalt das erste Mal in der Geschichte der Landeslotteriegesellschaft, dass ein derartig hoher Gewinn verfalle.

Konkret sucht Lotto Sachsen-Anhalt den Besitzer oder die Besitzerin eines Tippscheins, der am 28. November 2019 in einer Annahmestelle im Raum Mansfeld-Hettstedt abgegeben wurde. Die Person habe für 32,10 EUR mit zwölf ausgefüllten Feldern an zwei Ziehungen teilgenommen. Bei diesen habe der Besitzer mit zwei und drei Richtigen insgesamt 17,30 EUR gewonnen.

Diese habe er oder sie sich am 7. Dezember habe auszahlen lassen. Hierbei habe er eine Ersatz-Spielscheinquittung für die zwei Tage später stattfindende Nikolaus-Sonderauslosung erhalten. Bei dieser seien bundesweit unter allen Dreier-Gewinnern der vorangegangenen Ziehung drei Mal eine Million Euro verlost worden.

Inwieweit der erneute Schritt an die Öffentlichkeit Erfolg bringen wird, ist abzuwarten. So bleibt zu hoffen, dass der oder die Glückliche seinen oder ihren Schein tatsächlich nur vergessen hat. Bitter hingegen wäre zum Beispiel das Wissen, den Schein und damit eine Million Euro aus Versehen weggeworfen zu haben.