Gewinne im Jahr 2021: Lotto-Betreiber ziehen Millionärs­bilanz

Veröffentlicht am: 6. Januar 2022, 02:43 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 6. Januar 2022, 02:43 Uhr.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock (DLTB) hat Bilanz für 2021 gezogen. Dabei hat der Zusammenschluss der deutschen Landeslotteriegesellschaften gestern unter anderem Zahlen zu den im vergangenen Jahr ausgespielten Gewinnen veröffentlicht. Insgesamt hatte das Lotto-Glück im vergangenen Jahr 181 Menschen in Deutschland zu Millionären gemacht.

Lottokugeln auf Geldscheinen
Auch 2021 war Lotto 6aus49 die Lieblingslotterie der Deutschen (Quelle:LOTTO Hessen)

Baden-Württemberg: Land der Lotto-Millionäre

So gab der DLTB bekannt, 2021 Gewinne in Höhe von insgesamt rund 3,87 Mrd. EUR ausgeschüttet zu haben. Knapp 1.000-mal betrug die Gewinnsumme mindestens 100.000 EUR. In 181 Fällen wurden Spieler zu Millionären.

Im Ländervergleich zeigte sich Fortuna in Baden-Württemberg mit 39 Millionen-Gewinnen besonders gnädig. Es folgten Nordrhein-Westfalen mit 35 Neu-Millionären und Niedersachsen mit 26. Schlusslicht bildete das benachbarte Thüringen. Hier wurde im vergangenen Jahr lediglich ein Lotto-Gewinn im siebenstelligen Bereich ausgespielt.

Auch beim Eurojackpot wurde gestern Millionärsbilanz gezogen. Die in Deutschland für die Europa-Lotterie zuständige nordrhein-westfälische Landeslotteriegesellschaft WestLotto teilte mit, dass sich 2021 als Rekord-Jackpot-Jahr entpuppt habe. So seien 19 Hauptgewinne ausgespielt worden, dreimal sei dabei das Maximum von 90 Mio. EUR getroffen worden. 19 weitere Male seien ebenfalls Millionenbeträge gewonnen worden.

Insgesamt, so der DLTB in seiner Mitteilung, hätten die Deutschen 2021 7,9 Mrd. EUR für die Produkte der Landeslotteriegesellschaften ausgegeben. Das klassische LOTTO 6aus49 habe hierzu mit 4 Mrd. EUR beigetragen und sei somit nach wie vor das beliebteste Lotterieprodukt im Land.

Lotto-Herausforderung Glücksspielstaatsvertrag

Die Einnahmen wiesen einen leichten Rückgang von 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr auf. Zurückzuführen sei dies unter anderem darauf, dass es im Jahr 2020 mit 53 eine Lottoziehung mehr gegeben habe als im Folgejahr. Allgemein sei der DLTB jedoch zufrieden mit dem Ergebnis.

In Bezug auf den seit dem Sommer geltenden neuen Glücksspielstaatsvertrag zeigen sich die Lotteriebetreiber im Statement zurückhaltend. So kommentiert Axel Holthaus, Geschäftsführer des seit Jahresbeginn im DLTB federführenden LOTTO Niedersachsen:

Für den DLTB ist entscheidend, dass die neue und bundesweit einheitliche Glücksspielregulierung, die ein Nebeneinander des bewährten staatlichen Lotterieveranstaltungsmonopols und des liberalisierten Glücksspiels vorsieht, auch rechtlich abgesichert wurde. Aus unserer Sicht war der vorherige Glücksspielstaatsvertrag sicherlich deutlich besser als sein Ruf und hat allen rechtlichen Angriffen auch höchstrichterlich Stand gehalten. Die Gesellschaften des DLTB stehen weiterhin geschlossen für die unveränderte Zielerreichung gemäß § 1 des Glücksspielstaatsvertrags 2021.

Als wesentliche Aufgabe für die Zukunft sehe der DLTB die Stärkung seiner Lotterieangebote in einem aufgrund der Neuregelungen zunehmend digitalen und wettbewerblichen Markt. So solle das gemeinwohlorientierte Lotto-Prinzip durch digitale Transformation zukunftsfähig gehalten werden.

Gleichzeitig setze der DLTB aber auch weiterhin auf das Netz von bundesweit rund 21.000 Annahmestellen. Diese seien die „wichtigste Stütze“ der Lotteriebetreiber und hätten „auch im zweiten pandemischen Jahr einen wesentlichen Beitrag zur Unterstützung des ländlichen Raums geleistet“.