Kindred erhält Glücks­spiel-Lizenz in den Nieder­landen

Veröffentlicht am: 8. June 2022, 11:59 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 8. June 2022, 01:16 Uhr.

Der Glücksspiel-Anbieter Kindred Group hat in den Niederlanden eine Glücksspiel-Lizenz erhalten. Das gab der auf Malta registrierte Betreiber von Online-Casinos und -Sportwetten am Mittwoch in einer Presseerklärung bekannt [Seite auf Englisch].

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Kindred feiert seine Glücksspiel-Lizenz (Bild: Kindred)

Kindred zufolge habe die niederländische Glücksspiel-Behörde Kansspelautoriteit (KSA) dem Unternehmen die Glücksspiel-Lizenz am 8. Juni erteilt. Das Unternehmen werde deshalb schon „in den kommenden Tagen“ mit seiner Hauptmarke Unibet die Webseite unibet.nl in Betrieb nehmen.

Henrik Tjärnström, CEO der Kindred Group, zeigte sich zufrieden über die Erteilung der Lizenz:

Die Niederlande sind ein großer und wichtiger europäischer Markt, und wir freuen uns darauf, dort mit einer lokalen Lizenz tätig zu werden. Wir haben uns in den letzten zehn Jahren für lokale Lizenzen eingesetzt und sind begeistert, dass unsere neu erteilte Lizenz in den Niederlanden es uns ermöglichen wird, unser Engagement in der niederländischen Gesellschaft zu vertiefen und auszubauen sowie aktiv zu einem fairen und nachhaltigen Glücksspiel-Markt beizutragen.

Kindred sei bereit, in den Niederlanden langfristig für ein sicheres, faires und unterhaltsames Spielerlebnis zu sorgen. Die Schaffung nachhaltigen Glücksspiels sei eines der Kernziele des Online-Anbieters, fügte Tjärnström hinzu.

Schaffung nachhaltiger Glücksspiel-Bedingungen

Die Marke Unibet spiele bei der Durchsetzung dieser Strategie eine herausragende Rolle. Aus diesem Grund habe Kindred das „Unibet Impact“-Programm gestartet. Dieses solle zu verantwortungsvolleren Prozessen in der Glücksspiel-Branche beitragen.

Um weitere Einblicke in das Impact-Programm und die Ziele in den Niederlanden zu bieten, veranstaltet Kindred am 14. September in London einen “Capital Markets Day“. Bei diesem für Anleger und Investoren gedachten Termin sollen Manager zudem die langfristigen Bestrebungen Kindreds in den Niederlanden und den übrigen Märkten aufzeigen.

Bisher verläuft die Vergabe der begehrten Glücksspiel-Lizenzen in den Niederlanden recht schleppend. Seit der Legalisierung des Marktes im vergangenen Oktober erhielt erst ein gutes Dutzend Unternehmen eine Genehmigung zum Betrieb von Online-Glücksspiel. In Deutschland allerdings ist die Lage für die Anbieter noch schlechter. So wurde hierzulande bisher erst eine Lizenz für die Durchführung von virtuellen Automatenspielen erteilt.

Der positive Bescheid der Bewerbung durch die KSA sei laut Kindred ein wichtiger Schritt in der Strategie, in möglichst vielen lizenzierten Glücksspiel-Märkten mit einem eigenen Angebot vertreten zu sein. Mittlerweile halte das Unternehmen in verschiedenen Ländern 20 Lizenzen.

An der Börse reagierten die Händler erfreut auf die Vergabe der niederländischen Glücksspiel-Lizenz. Am Mittwochmorgen stieg der Kurs der Kindred-Aktie zeitweilig um über 12,5 %. Damit hat das Wertpapier seit Mitte April um rund ein Drittel zugelegt.