Spanien startet Aufklärungskampagne gegen Lootboxen
Posted on: 16/10/2025, 10:55h.
Last updated on: 16/10/2025, 10:55h.
- Spanien weist mit einer Kampagne auf die Gefahren von Lootboxen hin.
- Ziel ist die Sensibilisierung Heranwachsender für die Risiken der Extras.
- Beutekisten in Spanien für Jugendliche bisher nicht verboten.
Die Debatte um die Gefahren der kostspieligen Extras von Videospielen hat auch auf die Iberische Halbinsel übergegriffen. Die Regierung von Spanien startete nun eine Kampagne, mit der Sie auf die Gefahren von Lootboxen aufmerksam machen will.

Initiiert wurde die Kampagne vom Ministerium für Verbraucherschutz. Unter dem Motto “Nicht alles ist ein Spiel” weisen die Beamten auf einen möglichen Zusammenhang von Lootboxen und dem Glücksspiel hin.
Adressaten der auf Plakaten, in Medien und online geschalteten Hinweise sind zum einen die jungen Spieler selbst. Darüber hinaus sollen auch deren Erziehungsberechtigten für die Risiken sensibilisiert werden.
Die Regierung warnt explizit vor den Glücksspiel-ähnlichen Inhalten der Beutekisten. Viele der von den Nutzern erworbenen Gegenstände würden per Zufallsgenerator bestimmt, der bspw. mit Spielautomaten vergleichbar sei, so die Behörde.
Die Behörde fordert von den Entwicklern und Verkäufern der Spiele mehr Transparenz. Diese müssten den Glücksspielgedanken der Lootboxen deutlicher machen, so das Ministerium. Hinzukommen sollten höhere Alterseinstufungen für Games, die diese Elemente enthalten.
Funktionsweise der Lootboxen verstehen
Die in den Lootboxen enthaltenen Zufallselemente könnten neben finanziellen auch psychische Folgen für die Jugendlichen nach sich ziehen, lautet die Warnung. In der Kampagne geht es deshalb darum, auf die hinter den Kisten stehenden Mechanismen hinzuweisen.
In Spanien sind Lootboxen bisher in den Games frei verkäuflich und es gibt keine Bestrebungen, dies einzuschränken oder zu verbieten. Damit geht das Land einen anderen Weg als zum Beispiel Belgien. Dort sind die Beutekisten bereits seit dem Jahr 2018 illegal.
Die von dem Ministerium angestoßene Kampagne umfasst neben den Warnungen eine Reihe von Informationsmaterialien. In denen wird dargelegt, wie Lootboxen funktionieren. Dazu klärt die Behörde über Warnzeichen für eine problematische Nutzung auf und gibt Familien Empfehlungen für die Einführung gesunder Spielgewohnheiten.
Pablo Bustinduy, Minister für Verbraucherangelegenheiten, betont die Bedeutung des Schutzes von Minderjährigen vor den Praktiken der Anbieter. Lootboxen könnten psychologische Schwächen ausnutzen und die auf Zufall basierenden Ausgaben normalisieren. Eine mögliche spätere Folge wäre die verstärkte Nutzung von Glücksspielangeboten.
No comments yet