Glücksspiel-Messe ICE London wird erneut verschoben

Veröffentlicht am: 20. Dezember 2021, 11:38 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 20. Dezember 2021, 12:01 Uhr.

Die kommende Austragung der Glücksspiel-Messe ICE London scheint unter keinem guten Stern zu stehen. Die für Anfang Februar geplante Veranstaltung wird erneut verschoben. Das gab Veranstalter Clarion Gaming am Freitag bekannt.

Plakat Messe ICE London
Die ICE London kann nicht im Februar stattfinden (Bild: icelondon.uk.com)

Als Grund für die Verschiebung nannte Clarion die rapide Ausbreitung der Omikron-Variante. Diese habe dazu geführt, dass sich unter Glücksspielunternehmen aufgrund fehlender Planungssicherheit Widerstand gegen den Februartermin geregt habe. Auch die Partnermesse iGB Affiliate London sei von der Verlegung betroffen.

Clarion Gaming Managing Director Stuart Hunter drückte in einer Erklärung [Seite auf Englisch] sein Bedauern aus:

Dies ist eine wirklich enttäuschende Nachricht für alle, die mit ICE London und iGB Affiliate London verbunden sind.

Man sei jedoch mit einer sich rapide verändernden Lage konfrontiert. Angesichts dieser könne Clarion seinen Kunden nicht die Sicherheit gewähren, die sie für die Vorbereitungen des Events benötigten.

Nach eingehenden Gesprächen mit Branchenvertretern habe sich das Clarion-Management deshalb entschlossen, das Event ins Frühjahr zu verlegen. Der genaue Termin solle am kommenden Mittwoch bekanntgegeben werden.

Medienberichten zufolge könnten sich für Clarion bei der Suche nach einem Ausweichtermin jedoch neue Probleme ergeben. So stoße der anvisierte Zeitraum vom 19. bis 21. April bei Unternehmen auf Kritik. Dieser liege direkt nach Ostern und damit in einer Zeit, in der viele potenzielle Teilnehmer im Urlaub seien.

Meinungsumschwung innerhalb weniger Tage

Noch vor wenigen Tagen hatte es ganz danach ausgesehen, als ob die Messe wie geplant im Februar stattfinden kann. So ließ Clarion Gaming am Mittwoch letzter Woche verlauten, dass die Vorbereitungen für den Termin im Zeitplan seien.

Clarion-Geschäftsführer Hunter betonte, dass sich Aussteller und Besucher auf die Durchführung im vereinbarten Rahmen verlassen könnten. Allerdings gab er bereits da zu bedenken, dass mit eventuell erschwerten Bedingungen zu rechnen sein könne.

Nur wenige Tage nach Hunters Ankündigung sollte sich zeigen, wie einschneidend die Beschränkungen zu Beginn des kommenden Jahres ausfallen könnten. So werden angesichts der rasant in die Höhe schnellenden Infektionszahlen auch in Großbritannien die Forderungen nach einem erneuten Lockdown immer lauter. Die Bundesregierung setzte das Land zudem am Wochenende auf die Liste der Virusvariantengebiete. Für ICE-Besucher aus Deutschland bedeutet dies, dass sie nach Rückkehr aus London für 14 Tage in Quarantäne müssen.

Die Verschiebung ist ein erneuter Rückschlag für den Veranstalter, denn es ist nicht die erste ihrer Art für die bedeutende Branchenmesse. Ursprünglich hatte diese von 2. bis 4. Februar dieses Jahres stattfinden sollen. Aufgrund der Pandemie war dieser Termin bereits im Juni 2020 abgesagt und auf den Sommer 2021 verschoben worden.

Nachdem dieser Plan ebenfalls gescheitert war, hatte sich Clarion Gaming auf den kommenden Februar festgelegt. Der Messe-Organisator dürfte nun inständig hoffen, dass es bei der nun erfolgten dritten Verschiebung bleibt, und dass die ICE mit einem guten Jahr Verzögerung stattfinden kann.