Iowa: Bingo soll lokale Wirtschaft ankurbeln

Veröffentlicht am: 18. April 2020, 05:30 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 17. April 2020, 04:30 Uhr.

Die Verwaltungsmitarbeiter der Bezirke Czech Village und New Bohemia Main Street, in Cedar Rapids im US-Bundesstaat Iowa haben ein Bingo-Spiel entworfen, mit dem die Bewohner des Bezirks lokale Geschäfte unterstützen können.

Bingo ist auch während der Krise beliebt (pexels.com, Mohamed Hassan)

Support Local Bingo

Aufgrund der Bedrohung durch das Coronavirus hatte die Gouverneurin von Iowa, Kim Reynolds, vor einem Monat die Schließung von Restaurants, Bars und anderen Geschäften für den Publikumsverkehr angeordnet.

Monica Vernon und Abby Huff von der Bezirksverwaltung [Seite auf Englisch] hätten beobachtet, wie der lokale Handel während der vergangenen zwei Wochen zurück gegangen sei. Um lokale Geschäfte dabei zu unterstützen, die Krise zu überstehen, hätten die beiden das Bingo-Spiel entwickelt.

Bingo scheint in der Tat auch während der Corona-Krise beliebt: Erst vor zwei Wochen hatte etwa der Schauspieler Matthew McConaughey ein virtuelles Bingo-Spiel mit den Bewohnern einer Senioren-Wohnanlage veranstaltet.

Und so funktioniert das Spiel: Statt einer Zahl ist auf jedem Feld die Aufforderung zu einer Aktivität zur Unterstützung eines lokalen Geschäfts zu finden.

Hier einige Beispiele:

  • Geben Sie eine Online-Bestellung in einem Restaurant auf.
  • Spenden Sie an eine Wohltätigkeitsorganisation im Bezirk.
  • Schreiben Sie fünf positive Online-Bewertungen für ein Geschäft im Bezirk.
  • Empfehlen Sie ein lokales Geschäft ihren Freunden.

Wie bei einem gewöhnlichen Bingo-Spiel muss jeweils eine Reihe vervollständigt werden. Alle ausgefüllten Bingo-Karten sollen an die Verwaltung zurückgeschickt werden, was zur Teilnahme an einer Verlosung von Eintrittskarten für Veranstaltungen nach Ende der Krise berechtigt.

Lokale Geschäfte gehen online

Die Inhaber der Geschäfte im Bezirk würden unterdessen ihrerseits kreativ und gestalteten ihre Verkaufsstrategien neu. Viele nutzten das Internet, um ihre Waren und Dienstleistungen zu vertreiben.

Der Inhaber des Buchladens Next Page Books, Bart Carithers, etwa nutze seit Neuestem den Facebook Messenger und E-Mail zum Verkauf seiner Bücher. Und es scheint zu funktionieren:

“Anfangs war es ein bisschen schwierig, den Übergang zu schaffen. Ich glaube, wir sind seit praktisch fast vier Wochen für Kunden geschlossen. Aber es ist sehr beständig. Ich habe in dieser Zeit keinen Umsatzrückgang erlebt.“

Vernon und Huff seien unterdessen guter Dinge, dass ihr Bingo-Spiel auch anderen Geschäftsinhabern im Bezirk helfen werde, diese schwierigen Zeiten zu überstehen. Das Spiel soll noch bis zum 15. Mai andauern.