Keine Gebühren für Buchmacher auf englischen Pferderenn­bahnen bis Ende 2020

Veröffentlicht am: 26. November 2020, 12:45 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 26. November 2020, 12:57 Uhr.

Buchmacher, die ihre Wetten auf den englischen Pferderennbahnen anbieten, müssen bis Ende des Jahres keine Gebühren mehr bezahlen. Dies teilte der Verband der Rennveranstalter, die Arena Racing Company (ARC) [Seite auf Englisch], am Mittwoch in einer Erklärung mit.

Buchmacher Pferderennen Mann
Buchmacher dürfen wieder an die Pferderennbahnen (Bild: Flickr/pinelife)

In ihrem Statement betonte die ARC die Bedeutung der Buchmacher für den Pferderennsport. Aufgrund der Corona-bedingten Absage vieler Veranstaltungen und der verordneten Austragung von Pferderennen vor leeren Tribünen sei diese Gruppe der Wettanbieter von der Pandemie besonders stark betroffen.

Nicht zuletzt deshalb hatte der Glücksspiel-Konzern GVC Holdings im Oktober bekannt gegeben, sein Wettgeschäft auf den Rennbahnen zu verkaufen.

Gebührenfreier Dezember

Um die Buchmacher zu unterstützen, werde der ARC ihnen bei sämtlichen in diesem Jahr noch stattfindenden Rennen die Gebühren für ihre Standplätze und die angenommenen Wetten erlassen. Dies werde voraussichtlich 52 Rennen betreffen, die im Dezember geplant seien.

Der ARC zeigte sich erleichtert über die zu Beginn der Woche von der Regierung angekündigten Erleichterungen des Corona-Lockdowns. Ab 2. Dezember sollen in England zu Outdoor-Veranstaltungen wie Pferderennen wieder bis zu 4.000 Zuschauer zugelassen werden. In Regionen mit erhöhtem Infektionsgeschehen wird diese Zahl auf 2.000 begrenzt, während in den Gebieten mit der höchsten Corona-Warnstufe weiterhin keine Fans auf den Tribünen erlaubt sind.

Darüber hinaus könne sich der ARC auch im kommenden Jahr eine weitere Unterstützung vorstellen. So sagte dessen für die Rennen verantwortliche Direktor Mark Spincer:

Ebenso werden wir prüfen, was wir ab Januar 2021 tun können, um mit unseren Kollegen an der Rennstrecke zusammenzuarbeiten und sie zu unterstützen.

Die Zusage des ARC stieß bei den Buchmachern auf große Zustimmung. Keith Johnson, einer der umsatzstärksten Buchmacher an den Pferderennbahnen, dankte dem Verband für die Hilfe in diesen schwierigen Zeiten.

Der erlassenen Gebühren trügen dazu bei, dass die Branche optimistischer in die Zukunft blicken und wieder ein wenig Begeisterung auf die Rennbahnen bringen könne.