Entain-CEO Shay Segev wechselt zur Sport-Streaming-Plattform DAZN

Veröffentlicht am: 11. Januar 2021, 02:27 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 11. Januar 2021, 02:27 Uhr.

Der Geschäftsführer des Glücksspielkonzerns Entain, Shay Segev, hat angekündigt, das Unternehmen verlassen zu wollen, um zu DAZN zu wechseln. Die Sport-Streaming-Plattform soll ihm eine bessere Bezahlung in Aussicht gestellt haben. Dies hat am heutigen Montag der Standard [Seite auf Englisch] berichtet.

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Entain-CEO wechselt zu Sport-Streaming-Dienst DAZN. (Bild: pixabay.com)

Segev soll gemeinsam mit dem Co-CEO James Rushton die Leitung von DAZN übernehmen. Die Ankündigung dürfte überraschend sein, da Segev erst vor sechs Monaten den Entain-Manager und Glücksspiel-Veteranen Kenny Alexander an der Unternehmensspitze abgelöst hatte.

Der Konzern soll bereits auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger sein. Segev habe eine Kündigungsfrist von sechs Monaten. Er soll für diesen Zeitraum oder bis ein Nachfolger seine Stelle einnehmen könne, auf seinem Posten verbleiben.

Barry Gibson, der Aufsichtsratsvorsitzende von Entain, erklärt:

Es tut uns leid, dass Shay beschlossen hat, uns zu verlassen, aber wir sehen, dass wir ihm die Leistungen, die ihm versprochen wurde, nicht geben können.

Segev erklärt, dass es ihm nicht leicht falle, Entain nach fünf Jahren zu verlassen. Aber es sei ihm eine Rolle angeboten worden, die ihm die Gelegenheit biete, seine Leidenschaft für Sport und transformative Technologie zu kombinieren.

Zeitpunkt denkbar ungünstig

Die Ankündigung ist zu einer Zeit gekommen, in der sich Entain in einem Wandel befindet. Darüber hinaus schwelt ein Übernahmekampf zwischen Entain und MGM Resorts. Der US-Konzern hat Entain bereits ein Übernahmeangebot in Höhe von 11 Mrd. USD unterbreitet.

Entain bestätigte das Fusionsangebot seitens MGM Resorts vergangene Woche in einer Pressemitteilung. Sollte Entain das Angebot annehmen, hätten dessen Aktienbesitzer im fusionierten Konzern einen Anteil von 41,5 %.

In einem Statement an seine Investoren erklärte Entain, dass MGM darüber informiert worden sei, dass das Angebot unter dem Wert des Konzerns liege. Zudem wolle Entain die strategischen Gründe für eine Fusion erfahren. MGM hat nun bis zum 1. Februar Zeit, sich zu erklären.

Gibson merkte an, dass Segevs Entscheidung keine Auswirkungen auf das Angebot von MGM Resorts International haben werde. Im Vorstand bestehe weiterhin Einigkeit darüber, dass das Fusionsangebot in dieser Form nicht akzeptabel sei.

So erklärt auch Segev, dass die Verhandlungen mit MGM nichts mit seinem Wechsel in das andere Unternehmen zu tun habe. Er unterstütze ebenfalls die Entscheidung des Managements, das Angebot abzulehnen.