Der Eurojackpot feiert Geburtstag

Veröffentlicht am: 23. März 2019, 05:30 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 22. März 2019, 02:33 Uhr.

Heute ist der Eurojackpot sieben Jahre alt geworden. Am 23. März 2012 hatte die erste Ziehung der europäischen Lotterie stattgefunden, an der neben Deutschland weitere 17 Staaten teilnehmen.

Eurojackpot
Der Eurojackpot ist vor sieben Jahren, am 23. März 2012, das erste Mal gezogen worden. (Bild: Wikipedia)

Die magische Zahl sieben in der europäischen Lotterie

Der Eurojackpot wird nicht nur sieben Jahre alt, bei ihm spielt die Zahl Sieben auch sonst eine wichtige Rolle. So sind es insgesamt sieben Zahlen, die die Spieler auf dem Spielschein ankreuzen müssen. Dabei werden fünf aus 50 Zahlen getippt, hinzu kommen zwei aus zehn Zahlen, die als Eurozahlen bezeichnet werden.

Der Eurojackpot wird in 18 Ländern angeboten: Island, Norwegen, Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Dänemark, Polen, Niederlande, Deutschland, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Ungarn, Kroatien, Italien und Spanien. Damit haben mehr als 300 Millionen Menschen die Möglichkeit, an dieser Lotterie teilzunehmen. Gezogen werden die Gewinnzahlen freitags, 20 Uhr deutscher Zeit in Helsinki (Finnland), die Gewinnwahrscheinlichkeit beträgt 1:95.344.200.

Um die Zahl Sieben ranken sich viele Mythen. Während sie von den einen als Glückszahl bezeichnet wird, gilt sie in Ländern wie China oder Thailand als Unglückszahl. Fakt ist jedoch, dass ihr im europäischen Kulturkreis eine ganz besondere Bedeutung zukommt. So heißt es beispielsweise, die Welt wurde in sieben Tagen erschaffen, die Tonleiter hat sieben Stufen, die Woche besteht aus sieben Tagen, die sieben Zwerge bieten Schneewittchen Zuflucht und Verliebte schweben im siebten Himmel.

Eine Glückszahl ist die Zahl Sieben auf jeden Fall für einen der vielen Eurojackpot-Gewinner, der im Oktober 2016 ganze 90 Millionen Euro gewann. Dies war der bis zu diesem Zeitpunkt größte Lottogewinn, der in Deutschland jemals ausgeschüttet worden war.

Eine der Gewinnzahlen des Lottospielers aus Baden-Württemberg war die Sieben. Es war erst das zweite Mal, dass es einem Einzelspieler gelungen war, den 90-Millionen-Euro-Jackpot zu knacken.

Betrachtet man die bisherige Ziehungsergebnisse, schneidet die Zahl Sieben zwar nicht als die am häufigsten gezogene Zahl ab, sie wurde aber immerhin insgesamt in 42 der 365 Ziehungen bei der Spielformel 5 aus 50 gezogen. Bei der Ziehung der Eurozahlen konnte die Sieben bereits 78 Mal gezogen werden.

Die Geschichte des Eurojackpot

Eurojackpot Länder
Der Eurojackpot wird in 18 europäischen Ländern angeboten. (Bild: Wikipedia)

Der Verkaufsstart des Eurojackpot war der 17. März 2012. An der ersten Ziehung am folgenden 23. März nahmen zunächst nur die Länder Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Slowenien und die Niederlande teil. Ab der dritten Ziehung kam Italien zum Eurojackpot hinzu.

Für die ersten beiden Ziehungen hatten hierfür die Genehmigungen gefehlt. Im Juli desselben Jahres kam Spanien als Teilnehmerland hinzu, in den folgenden beiden Jahren die weiteren zehn Länder, die an der Lotterie beteiligt sind.

Der erste Jackpot, der jeweils mindestens 10 Millionen Euro beträgt, wurde am 11. Mai 2012 gezogen. Ihn knackte eine Tippgemeinschaft aus Nordrhein-Westfalen. Die Spieler aus dem Ruhrgebiet hatten zusammen rund 19,5 Millionen Euro gewonnen. Den ersten 90-Millionen-Euro-Jackpot dagegen konnte ein Tscheche im Mai 2015 gewinnen.

Er hatte nach seinem Gewinn fast einen Monat lang und damit bis kurz vor dem Verfallsdatum gewartet, um seinen Gewinn abzuholen. Der Mann aus der Region Pardubice, die rund 120 Kilometer von Prag entfernt ist, wollte zunächst abwarten, bis sich der Medienrummel gelegt hatte. Seinen Gewinn wollte er sorgfältig anlegen und weiterhin zur Arbeit gehen.

Eurojackpot – Gewinn bei einer Zweitlotterie

Zur Multi-Millionärin wurde mit dem Eurojackpot im Jahr 2018 zudem eine Reinigungskraft aus Berlin zusammen mit ihrer Mutter. Die 36-Jährige wurde mit den Gewinnzahlen 14, 19, 21, 30, 32, 4 und 7 von einem Tag zum anderen um 90 Millionen Euro reicher. Dabei hatte sie, wie sie der Berliner Tageszeitung B. Z. berichtete, die Gewinnzahlen nicht einmal selbst gewählt:

„Ein Feld hatte ich mit meinen Wunschzahlen ausgefüllt. Für das andere hat meine Mutter mir Zahlen per WhatsApp geschickt. Als ich dann am Samstagabend während meiner Spätschicht die Zahlen checkte, leuchteten die von meiner Mama plötzlich grün.“

Genau genommen hatten die Gewinnerinnen jedoch gar nicht den Eurojackpot geknackt. Statt bei der staatlichen Lotterie zu spielen, hatte sie beim Online-Anbieter Lottoland getippt und damit zwar auf die Zahlen des Eurojackpot gewettet, nicht aber bei der Lotterie selbst gespielt. Stattdessen hat sie bei einer Zweitlotterie gespielt, die zwar eine Konzession aus einem EU-Land besitzt, jedoch keine deutsche Lizenz und die rechtlich daher als umstritten gilt.

Die offiziellen Spielscheine für den Eurojackpot sind dagegen bei den staatlichen Lotterie-Annahmestellen in Deutschland oder in einem der anderen Eurojackpot-Länder erhältlich.