Dealer-Schulen in Las Vegas sehen rasante Erholung der Branche

Veröffentlicht am: 10. April 2021, 05:30 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 10. April 2021, 01:17 Uhr.

Die Crescent School of Gaming und Bartending berichtete diese Woche in einem Interview mit dem Las Vegas Review-Journal [Seite auf Englisch], dass die Teilnehmerzahlen an den Kursen für die Ausbildung zum Casino-Dealer oder Barkeeper fast das Niveau wie vor der Corona-Krise erreicht hätten.

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Dealer-Schulen in Las Vegas: Die Branche wird sich schnell erholen. (Bild: flickr.com, BagoGames)

Nach Angaben des Institutsleiters Ricky Richard gebe es aufgrund der Pandemie immer noch Restriktionen, aber fast alle Absolventen der Dealer-Schulen in Nevada würden sofort vom Arbeitsmarkt absorbiert. Insbesondere Dealer für Würfelspiele seien gefragt.

Ähnliches meldete auch Jesse Lauer, Inhaber und Ausbilder in der PCI Dealer School Inc. Kurz nach Öffn

ung des Instituts im vergangenen Juni seien die Einschreibungen enorm angestiegen.

Es sei dem Institut gelungen, seine Dealer schnell unterzubringen, unter anderem in Casinos in Summerlin, in der Innenstadt von Las Vegas, in Nachbarorten und auf dem Strip.

Einige Dealer hätten sogar in anderen Bundesstaaten Anstellungen gefunden. Darunter habe sich auch ein Casino in Minnesota befunden. Dieses habe einen Job-Agenten nach Las Vegas geschickt, um Casino-Personal zu rekrutieren.

Die Pandemie und die Schließung der Unternehmen führten zum Verlust von Tausenden von Dealer-Jobs in Nevada. Nach den neuesten Daten des Bureau of Labour Statistics seien im Mai 2020 14.110 Dealerinnen und Dealer im Bundesstaat tätig gewesen. Dies entspreche einem Rückgang von 38 % gegenüber 22.580 im Vorjahreszeitraum.

Auf dem Weg in eine neue Karriere

Doch wer sind die Menschen, die sich zum Dealer ausbilden lassen? David Noll, Geschäftsführer der CEG Dealer School in Las Vegas sagte, die meisten seien Berufsanfänger. Doch es gebe auch andere Hintergründe.

Viele der Schülerinnen und Schüler seien ehemalige Casino-Angestellte, die Back-of-the-House“ tätig gewesen seien. Hierbei handele es sich beispielsweise um Tellerwäscher oder Zimmermädchen, die nach der Schließung der Spielstätten entlassen worden seien.

Andere seien neu in Las Vegas und auf der Suche nach neuen Tätigkeitsbereichen. Es gebe auch Menschen, die bereits in Casinos gearbeitet hätten und nun ihre Fertigkeiten erweitern wollten, zum Beispiel indem sie ein neues Spiel erlernten.

So erklärte Noll, dass einige der Schüler nur Blackjack-Dealer gewesen seien. Sie hätten erkannt, dass sie mehr Spiele hinzufügen müssten, um auch künftig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Einer der Schüler der CEG School ist Henry Domzalski (34). Er wolle Baccarat lernen, um seine Karrierechancen zu optimieren. Domzalski erklärte:

Ich wollte sicherstellen, dass mein Lebenslauf so stark wie möglich ist, wenn sich eine Aufstiegschance ergibt. Ich will auch keine Lücken in meinem Lebenslauf oder Gründe, die dazu führen, dass jemand anderes ausgewählt wird.

Die Kosten für die Ausbildung variieren und liegen zwischen 500 USD und 12.000 USD. Doch diese Investition könnte sich lohnen, sagte Noll. Die Gehälter für Dealer lägen einschließlich Trinkgeld zwischen 30.000 USD in den Off-Strip-Casinos und weit über 50.000 USD am Strip.