Als letzter Betreiber: Betsson von Finnland-Blacklist gestrichen
Posted on: 31/10/2025, 03:53h.
Last updated on: 30/10/2025, 04:00h.
- Betsson wurde in Finnland von der Polizeibehörde von der Blacklist gestrichen.
- Betreiber stand im Verdacht, illegal Online-Glücksspiel angeboten zu haben.
- Weg ist nun frei für künftige Lizenzbewerbung.
Die Polizei des Landes kann ihre schwarze Liste für den Bereich Glücksspiel derzeit schließen. Grund dafür ist der Betreiber Betsson, den die Behörde in Finnland von der Blacklist gestrichen hat. Das Unternehmen war der letzte Eintrag in dem Register verdächtiger oder illegaler Glücksspielanbieter.

Mit der Austragung endet eine jahrelange Auseinandersetzung zwischen den finnischen Behörden und dem schwedischen Glücksspielkonzern. Die Polizei hatte das Unternehmen verdächtigt, sein Online-Angebot illegal an Spieler in Finnland vermarket zu haben. Das ist verboten, denn bisher darf dort lediglich der Monopolist Veikkaus Online-Glücksspiel anbieten.
Der Disput zwischen den beiden Parteien erreichte im Dezember letzten Jahres seinen Höhepunkt. Damals bestätigte der Oberste Verwaltungsgerichtshof des Landes eine Geldstrafe in Höhe von 2,4 Mio. Euro, die 2023 gegen die frühere Muttergesellschaft von Betsson, die BML Group, verhängt worden war. Zugleich erfolgte der Eintrag auf die schwarze Liste, der für den Betreiber das unternehmerische Aus in Finnland bedeutete.
Betsson war vor einem Berufungsgericht gegen die Verbannung vorgegangen. Die jüngste Entscheidung der Polizei kommt somit einem Sieg für das schwedische Unternehmen gleich.
Freie Bahn für eine Bewerbung
Mit der Streichung von der Blacklist erhält Betsson den benötigten Spielraum für künftige Aktivitäten in Finnland. Das könnte in den kommenden Jahren von entscheidender Bedeutung sein.
Grund dafür ist das angekündigte Ende des Glücksspielmonopols in dem skandinavischen Land. Die finnische Regierung plant, im kommenden Jahr einen Bewerbungsprozess für neue Glücksspiellizenzen zu starten.
Die Öffnung des finnischen Marktes ist für viele internationale Glücksspielkonzerne von großem Interesse. Dabei dürfte das Online-Spiel im Fokus der Betreiber stehen. Diese könnten nach einer erfolgreichen Bewerbung und Lizenzierung voraussichtlich ab 2027 ganz legal in Finnland aktiv werden.
Ein Eintrag auf der schwarzen Liste bedeutet für Anbieter, dass sie als ungeeignet für die Vermarktung von Online-Glücksspiel betrachtet werden. Dieses Manko ist Betsson durch die Streichung nun los. Ob der Konzern am Ende tatsächlich eine Genehmigung für Online-Sportwetten und -Casinos in Finnland erhält, muss der Vergabeprozess zeigen.
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