Baden-Württemberg: Corona-Krise bremst Umsätze der Spielbanken

Veröffentlicht am: 22. Februar 2021, 12:22 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 22. Februar 2021, 12:29 Uhr.

Die baden-württembergischen Spielbanken Baden-Baden, Konstanz und Stuttgart haben aufgrund der Corona-Krise weniger Umsatz generiert. Die Bruttospielerträge der Einrichtungen seien im Corona-Jahr 2020 um 36,6 % auf rund 68 Millionen Euro zurückgegangen, berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Sonntag.

Casino Baden Baden
Die Spielbank Baden Baden musste wegen Corona schließen. (Salon Pompadour by A. Savin, licensed under CC BY-SA 3.0)

Im vergangenen Jahr waren die Spielbanken aufgrund der Corona-Pandemie von langen Schließungen betroffen. Von Mitte März 2020 bis Mai 2020 waren sie für den Publikumsverkehr komplett geschlossen. Nur unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen durften die Häuser ihren Betrieb anschließend bis zum Oktober wieder aufnehmen. Seit dem 30. Oktober 2020 sind die Spielbanken in Baden-Württemberg erneut geschlossen.

Starke Umsatzrückgänge musste auch das Nachbarbundesland Bayern im vergangenen Jahr hinnehmen. Die Bayerischen Spielbanken erwirtschafteten 2020 rund 57 Mio. Euro und damit 34 % weniger Umsatz als im Vorjahr.

Spielbanken unterschiedlich hart getroffen

Noch im Jahre 2019 hatten die Spielstätten einen Umsatzrekord von 107,2 Mio. Euro aufgestellt und damit das Vorjahresergebnis (90,2 Mio. Euro) um 18,7 % übertroffen. 2020 konnte von einem neuen Rekord keine Rede sein. Alle drei Spielbanken des Landes verzeichneten Umsatzrückgänge. Diese müssten selbst getragen werden, wie eine Sprecherin des Finanzministeriums gegenüber der dpa erklärt habe:

Das kann dann auch bedeuten, dass zum Beispiel geplante Investitionen verschoben oder Kredite am Markt aufgenommen werden müssen.

Von den Umsatzeinbußen sind die Spielbanken in Baden-Württemberg unterschiedlich schwer betroffen. Den geringsten wirtschaftlichen Schaden habe die Spielbank Baden-Baden erlitten. Dort seien die Umsätze um 31,1 % auf 20,9 Mio. Euro gesunken. In Stuttgart hat die Corona-Krise schwerer zu Buche geschlagen. In der Landeshauptstadt seien die Bruttospielerträge um 37,3 % auf 33,4 Mio. Euro geschrumpft.

Am schwersten allerdings hat es die Spielbank Konstanz getroffen. Hier seien die Einnahmen um 41,8 % auf 13,6 Mio. Euro zurückgegangen. Für das Ergebnis des Casinos am Bodensee spiele auch die Nähe zur geschlossenen Schweizer Grenze eine Rolle.

Insgesamt seien die Besucherzahlen der Einrichtungen um knapp die Hälfte eingebrochen. Während im Jahre 2019 noch 636.088 Besucher in den Stuttgart, Konstanz und Baden-Baden spielten, habe sich deren Zahl im vergangenen Jahr auf 332.569 verringert.

Laut dem Chef der Baden-Württembergische Spielbanken GmbH, Otto Wulferding, sei bislang nicht abzusehen, wie sich das Geschäft im laufenden Jahr entwickeln werde. Dies lasse sich „aufgrund der unsicheren Lage hinsichtlich der Öffnungsperspektiven nicht sagen.“