Zahl der Schweizer E-Sport-Organisationen wächst

Veröffentlicht am: 5. Mai 2021, 12:51 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 5. Mai 2021, 12:52 Uhr.

Der organisierte E-Sport hat in den vergangenen drei Jahren in der Schweiz an Popularität gewonnen. Insgesamt 70 % der Schweizer E-Sport-Organisationen sei zwischen 2018 und 2021 entstanden, berichtete das Branchenportal esport.ch am Dienstag.

Person mit Controller
E-Sport soll in der Schweiz im Trend liegen. (Quelle: Pexels)

Grundlage für die Zahlen bildet der in der vergangenen Woche veröffentlichte Swiss eSports Map Report 2021 der Schweizer eSports Föderation (SESF). Dem Bericht zufolge gebe es derzeit in der Schweiz 48 E-Sport-Organisationen, die an nationalen und internationalen Wettkämpfen teilnähmen. Von ihnen seien zwölf allein im Corona-Jahr 2020 gegründet worden. Die Gesamtzahl aller E-Sport-Gruppen werde auf 70 geschätzt.

Viele der wettbewerbsorientierten Vereine hätten sich im Kanton Waadt (12), in Bern (7) und in Zürich (8) angesiedelt. 52 % aller im Team organisierten Spieler kämen aus der Region Zürich.

Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hatte in der vergangenen Woche ebenfalls eine Studie zum E-Sport in der Schweiz vorgestellt. Der Studie nach gebe es in der Schweiz bereits bis zu 500.000 E-Sportler. Fast die Hälfte der Bevölkerung sähe den E-Sport als Sport an.

Wie sind die E-Sport-Organisationen aufgebaut?

Aufschluss gibt der Swiss eSports Map Report 2021 auch über den Organisationsaufbau. So hätten 78,3 % der 48 E-Sport-Organisationen zwei oder mehr Mannschaften. Einen festen Mitarbeiterstamm von bis zu zehn Angestellten unterhielten 78 % der Teams. Die freiwillige Mitarbeit spiele allerdings eine Schlüsselrolle. Knapp Zweidrittel der Organisationen arbeite zu 100 % mit Freiwilligen.

Um mit ihren Communitys zu kommunizieren, nutzten sie vor allem die sozialen Netzwerke Twitter (95,8 %), Discord (89,6 %) und den Streaming-Dienst Twitch (77,1 %). Die beliebtesten Spieletitel seien League of Legends (43 %), Rocket League (39 %) und Super Smash Bros (37 %). Bei der Popularität der Spiele-Genres dominierten Shooter (39 %) vor Strategie-Spielen (28 %) und Sportsimulationen (20 %).

Obgleich der E-Sport verglichen mit anderen Sportarten in der Schweiz noch in einem kleinen Maßstab existiere, rechne die SESF in der Zukunft mit einem Wachstum des elektronischen Sports:

Wir bei SESF sind nach wie vor fest davon überzeugt, dass der Schweizer E-Sport mit fortschreitender Digitalisierung und zunehmender weltweiter Popularität weiterhin Fuß fassen wird.

Dabei könnte aber auch eine Rolle spielen, wie sich die E-Sport-Teams finanziell über Wasser halten werden. Dem Bericht zufolge litten 71 % der Organisationen unter finanziellen Schwierigkeiten.