WSOPE 2019: Alexandros Kolonias aus Griechenland gewinnt das Main Event

Veröffentlicht am: 1. November 2019, 12:54 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 1. November 2019, 12:54 Uhr.

Das Main Event der WSOPE 2019 im King´s Casino in Rozvadov, Tschechien, ist gestern Abend zu Ende gegangen. Alexandros Kolonias (33) aus Griechenland setzte sich gegen 541 Gegner durch und gewann das goldene Bracelet sowie ein Preisgeld in Höhe von 1.133.678 Euro.

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Alexandros Kolonias aus Griechenland gewinnt das WSOPE 2019 Main Event. (Bild: wsop.com)

Sechs Tage dauerte das Main Event und 541 Spieler kämpften um ihren Anteil am Preispool, der sich auf 5.139.500 Euro belief. Gestern nahmen die verbliebenen sechs Spieler aus sechs verschiedenen Ländern am Final Table Platz und spielten um das goldene Bracelet, den Titel des Champions und den Löwenanteil des Preispools.

Unter den Finalisten befand sich unter anderem der Italiener Dario Sammartino, der bereits den Final Table des WSOP 2019 Main Events in Las Vegas erreichte und schließlich beim Heads-up gegen den Deutschen Hossein Ensan unterlag.

Der Italiener erreichte in diesem Jahr bereits sechsmal den Final Table eines WSOP Events, was ihm Preisgelder von 7,1 Millionen US-Dollar einbrachte. Allerdings konnte er in seiner Laufbahn noch kein Bracelet gewinnen. Doch auch Claas Segebrecht aus Deutschland war ein starker Anwärter auf den Meistertitel.

 

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WSOPE 2019 Main Event: sechs Nationen an einem Tisch. (Bild: wsop.com)

Rifat Palevic aus Schweden musste sich auf Platz 6 verabschieden. Er schob seine verbliebenen Chips mit Kh-2d in die Mitte und erhielt einen Call von Anh Do aus Tschechien, der im Big Blind ein Paar Damen fand. Die Queens hielten beim Showdown und schickten den Schweden an die Rail.

Allerdings war das Turnier auch für den Tschechen kurze Zeit später zu Ende. Anh Do stellte mit Kh-9h All-in, der Deutsche Segebrecht callte mit einem Paar Kings und nahm den Tschechen vom Tisch.

Dario Sammartino musste sich dann mit Platz 4 zufriedengeben, nachdem seine Hand Ah-Kh gegen Jh-Tc von Segebrecht unterlag. Nur noch drei Spieler waren am Tisch.

Schließlich stellte Anthony Zinno aus den USA seinen Stack mit Ad-9c in die Mitte und erhielt einen Call von Kolonias, der Jd-Th aufdeckte. Das Board brachte mit Qh-Jc-6s-8c-Kc keine Hilfe für den US-Amerikaner, der sich immerhin über Platz 3 und ein Preisgeld von 485.291 Euro freuen konnte.

Die Ergebnisse des Final Table

1 – Alexandros Kolonias – Griechenland – 1.133.678 Euro

2 – Claas Segebrecht – Deutschland – 700.639 Euro

3 – Anthony Zinno – USA – 485.291 Euro

4 – Dario Sammartino – Italien – 341.702 Euro

5 – Anh Do – Tschechien – 244.653 Euro

6 – Rifat Palevic – Schweden – 178.171 Euro

Heads-up Deutschland vs. Griechenland

Als das Heads-up Duell begann, hatte der Grieche einen Vorteil von 3:2. Schnell gelang es ihm, seine Führung gegen Segebrecht weiter auszubauen. Zwar konnte der Deutsche sich einen Großteil seines Stacks mit Full House gegen Kolonias´ Trips Zehnen zurückholen, doch eine halbe Stunde später war das Turnier entschieden.

Wer ist Alexandros Kolonias?

Der griechische Poker Pro wurde 1986 in Volos geboren, lebt aber heute in London und in Athen, wo er sich hauptsächlich auf das High Stakes Online Pokerspiel konzentriert. Bevor er im Jahre 2008 das Pokern für sich entdeckte, spielte er Backgammon auf professioneller Ebene. Bereits als Jugendlicher fühlte sich Kolonias zum Mindsport hingezogen.

Seinen ersten größeren Erfolg feierte der Grieche im Jahre 2011 beim Greek Poker Cup in Loutraki. Dort belegte er den dritten Platz und gewann 24.400 Euro. Der gestrige Sieg bei der WSOPE 2019 in Rozvadov ist sein bislang größter Erfolg. Insgesamt erspielte sich Kolonias 3.729.554 Euro und belegt auf der griechischen All Time Money List Platz 3 [Seite auf Englisch].

In der finalen Hand raiste Kolonias mit As-Ks, Segebrecht stellte mit Pocket Dreiern All-in, der Grieche callte. Das Board bescherte mit Kc-Qd-2s-Js-5s Treffer König für Kolonias und damit den Sieg, das goldene Bracelet und ein Preisgeld von über 1 Million Euro. Segebrecht konnte sich immerhin über eine Auszahlung von 799.000 Euro freuen.

Nach seinem Erfolg sagte der glückliche Gewinner, dass er sich immer noch nicht darüber bewusst sei, was gerade passiert sei. Dies sei sein erster siebenstelliger Gewinn.

Kolonias kommentiert:

“Ich habe im Jahr noch nie viele Live-Events gespielt, und daher war dieses Turnier natürlich besonders wichtig. Ich denke, ich werde auch künftig das Gleiche tun und online spielen und fünf oder sechs Live-Turniere pro Jahr spielen.”

Ob Kolonias nun eine Reise nach Las Vegas plant, um an der WSOP 2020 teilzunehmen, ist noch nicht sicher. Mit seinem Sieg im Main Event ist auch die diesjährige WSOPE erfolgreich zu Ende gegangen.