USA: Frauen-Anteil bei der Nutzung von Sportwetten-Apps ist stark gestiegen

Veröffentlicht am: 30. April 2022, 05:30 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 29. April 2022, 11:11 Uhr.

Seit der Legalisierung von Sportwetten boomt der Markt in den USA. Auch die Downloads der mobilen Apps der Buchmacher gehen in die Millionen. Einer Studie des IT-Dienstleisters Global Wireless Solutions (GWS) zufolge sind die Wachstumszahlen bei den Frauen mittlerweile höher als bei den Männern.

Frau mit Smartphone in der Hand
Frauen holen bei Sportwetten auf (Bild: Pixabay)

Männer lägen bei der Anzahl der Gesamtnutzer zwar weiter vorne, doch der Abstand zu den Frauen verringere sich, so die Initiatoren der Studie. Insgesamt würden über 12 Millionen Männer mobile Sportwetten-Apps nutzen.

Doch die Frauen holten auf. In dem Bericht heißt es:

Die neuen Daten zeigen, dass im Jahr 2021 mehr als 4,6 Millionen neue weibliche Nutzer zu den Sportwetten-Apps gestoßen sind, was einem Wachstum von 115 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Demgegenüber sei bei den Männern lediglich eine Wachstumsrate von 63 % festgestellt worden. Dies entspreche allerdings noch immer beindruckenden 7,5 Millionen neuen Nutzern, die die Sportwetten-Anbieter im vergangenen Jahr hätten hinzugewinnen können.

Am beliebtesten bei den weiblichen Wettfans sei der Anbieter FanDuel, auf den 1,7 Millionen neue Kundinnen entfielen. Dahinter folge DraftKings mit 900.000 neugewonnenen Nutzerinnen.

Sportwetten-Risiken aufgedeckt

Der Bericht thematisiert auch die Risiken, die mit den mobilen Sportwetten einhergehen. So habe ein Teil der befragten Spieler angegeben, im Falle eines Verlusts den Einsatz bei der nächsten Wette zu erhöhen.

17 % von ihnen würden diese Strategie anwenden, um ihre Verluste aus vorangegangen Wetten auszugleichen. GWS betont in diesem Zusammenhang die Gefahr, die von einem solchen Verhalten ausgehen kann. Zum einen bestehe das Risiko weiterer Verluste. Zum anderen berge es die Gefahr der Entwicklung eines problematischen Spielverhaltens.

Gewinne und Verluste scheinen sich bei den Befragten laut Studie in etwa die Waage zu halten. So hätten jeweils rund 30 % angegeben, mit den Sportwetten Gewinne, bzw. Verluste gemacht zu haben. Neben erneuten Wetten würden die Verliere auch auf andere Art auf die Pechsträhne reagieren. 12 % gaben an, öffentlich über das Missgeschick zu fluchen, während sich jeder Zehnte aus Frust betrinken würde.

Wie stark sich einige Spieler auf den Sportwetten-Apps engagierten, zeige sich GWS zufolge an einer anderen Kennzahl. Demnach würden nur 20 % der Nutzer für 83 % des Traffics in den Apps sorgen. Darunter seien 5 %, auf die über die Hälfte aller Umsätze entfielen.

Dabei seien es vor allem Männer, die mobil regelmäßig Sportwetten platzierten. Während 70 % der Frauen erklärten, die Apps der Buchmacher lediglich zwischen einer und fünf Wochen im Jahr zu verwenden, liege dieser Anteil bei den männlichen Spielern bei nur 61 %.

Möglicherweise sehen die Buchmacher aus diesem Grund ein großes Potenzial bei den Frauen. Diese machten laut FanDuel-CEO Amy Howe 50 % der Sportfans aus. Bei Sportwetten läge ihr Anteil jedoch bei unter einem Drittel. Der Anbieter werde sein Marketing deshalb künftig besonders auf weibliche Wettfans ausrichten. Das Sponsoring von Sportlerinnen sei dabei ein erster Schritt.