Spiel­manipulation: Tennis-Profi Enrique López Pérez für acht Jahre gesperrt

Veröffentlicht am: 2. Dezember 2020, 02:07 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 2. Dezember 2020, 02:07 Uhr.

Die Tennis Integrity Unit (TIU) hat den 29-jährigen spanischen Tennis-Profi Enrique López Pérez wegen Spielmanipulation für acht Jahre gesperrt. Zudem muss er eine Geldstrafe von 25.000 USD zahlen.

Tennisschläger, Tennisball
Spielmanipulation: Tennis-Profi Enrique López Pérez für acht Jahre gesperrt. (Bild: pixabay.com)

Dies hat die TIU, die Organisation, die Manipulationen im Profi-Tennissport untersucht, am Dienstag in einer Pressemitteilung [Seite auf Englisch] bekanntgegeben.

Die Untersuchung der TIU, die vom Anhörungsbeauftragten Richard McLaren verhandelt wurde, habe ergeben, dass López Pérez im Jahre 2017 in drei Fälle von Spielmanipulation verwickelt gewesen sei.

Damit habe er gegen Abschnitt D.1.d. des Programms zur Bekämpfung von Korruption im Tennissport (TACP) verstoßen.

Dieser besagt:

Keine der aufgeführten Personen darf beabsichtigen oder den Versuch unternehmen, direkt oder indirekt Einfluss auf den Ausgang oder andere Aspekte eines Events zu nehmen.

Zwei weitere Fälle seien ebenfalls untersucht worden, aber dem Tennis-Profi hätten in diesen keine Verstöße nachgewiesen werden können.

Um welche der 87 Spiele es sich genau handelt, an denen López Pérez im Jahre 2017 teilgenommen hatte, offenbarte die TIU nicht.

López Pérez belegte vor seiner vorläufigen Freistellung im Dezember 2019 Platz 154 im ATP-Einzelranking und Rang 135 im Doppelranking. Die Suspendierung nach der Anhörung untersagt dem Spieler für acht Jahre die weitere Teilnahme an Tennisveranstaltungen, die von den Tennisverbänden genehmigt wurden.

López Pérez dementiert Beteiligung an Spielmanipulation

Die TIU eröffnete am 24. Juli dieses Jahres die Verfahrensakte gegen López Pérez. Die vorübergehende Suspendierung wurde für den Zeitraum der Untersuchung aufrechterhalten.

Einen Monat zuvor wurde der Fall bereits vor dem Madrider Gerichtshof verhandelt. Der Richter erklärte den Tennis-Profi mangels an Beweisen für unschuldig. López Pérez prangert nun an, dass der Verband eine Entscheidung getroffen habe, ohne das gerichtliche Urteil einzubeziehen.

López Pérez erklärt:

Daher ist die von den Tennisbehörden durch den Schiedsrichter Richard McLaren vorgenommene Aussetzung völlig illegal, da sie den Gerichten und der spanischen Staatsanwaltschaft bei der Auslegung derselben Beweise direkt widerspricht, meine Grundrechte verletzt und dieselben Tatsachen mit unterschiedlichen Kriterien beurteilt.

Ob der spanische Tennis-Profi Einspruch gegen die Entscheidung einlegen wird, ist derzeit noch nicht bekannt.