Spielhallen und Casinos in einigen Bundesländern bald wieder geöffnet?

Veröffentlicht am: 18. Mai 2021, 03:13 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 18. Mai 2021, 03:13 Uhr.

Angesichts sinkender Inzidenzwerte ziehen die Bundesländer schrittweise Lockerungen in Erwägung. So könnten Spielhallen, Wettbüros und Casinos in NRW und in Hessen bald wieder ihre Gäste empfangen. Welche Branchen letztendlich öffnen dürften, sei allerdings von den Inzidenzen abhängig, berichtete heute die nordrhein-westfälische Tageszeitung WA.

Spielhalle
Spielhallen und Casinos in NRW und Hessen könnten bald öffnen. (Bild: krueger-automaten.de)

Sollten diese an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 50 liegen, dürften die Glücksspielstätten laut der Verordnung der hessischen Landesregierung ihren Betrieb wieder aufnehmen, allerdings mit Auflagen. So müssten die Gäste einen negativen Corona-Test vorweisen. Darüber hinaus gälten auch weiterhin die AHA-Regeln.

In der Verordnung heißt es:

[…], so gilt ab dem nächsten Tag: abweichend von § 2 Abs. 1 Nr. 6 sind die Öffnung von Spielbanken, Spielhallen und ähnlichen Einrichtungen sowie abweichend von § 2 Abs. 1b Satz 2 der Aufenthalt in Wettvermittlungsstellen zulässig, wenn Gäste nur mit einem Negativnachweis nach § 1b eingelassen und an Sitzplätzen bedient werden, […]

 

Zudem müssten die Spieler ihre persönlichen Daten zur möglichen Nachverfolgung von Infektionen hinterlegen. Ein ähnliches Bild wie in Hessen zeichnet sich auch im Bundesland Nordrhein-Westfalen. So sei dort eine stabile Inzidenz unter 50 Voraussetzung für die Wiedereröffnung der Spielstätten.

Außerdem müsse jedem Gast eine Fläche von 10 m² zur Verfügung stehen und es müsse ein negativer Schnelltest vorliegen. In beiden Bundesländern gilt allerdings, dass Glücksspielstätten und Wettbüros wieder schließen müssten, sobald die Inzidenzen den Wert 50 überschreiten.

Drei Landkreise im Saarland öffnen Spielhallen

Spielhallen in den Saarländer Landkreisen St. Wendel, Merzig-Wadern und seit dem 16. Mai auch im Landkreis Neunkirchen dürfen ihren Betrieb wieder aufnehmen, berichtete der Automaten-Verband-Saar (AVS). Allerdings greife im Bundesland das Saarland-Modell und nicht die Bundesnotbremse.

Das Saarland-Modell wurde bereits Anfang April gestartet. Das dortige Kabinett hatte damals unter Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und seiner Stellvertreterin Anke Rehlinger (SPD) einen Kurswechsel beschlossen, der die Abkehr vom Inzidenzwert vorsieht und auf strengere Auflagen setzt. Auf diese Weise sollten die Menschen mehr Freiheiten erhalten. So können im Saarland Theater, Kinos und auch Spielhallen besucht werden, wenn ein aktueller Corona-Test vorliegt, der nicht älter ist als 24 Stunden.

Somit können die Spieler wieder an den Automaten ihr Glück versuchen, solange sie sich an die AHA-Regeln halten. Darüber hinaus muss entweder ein aktueller Corona-Test oder der Nachweis einer vollständigen Impfung vorgelegt werden.