Neue Softswiss-Umfrage zeigt Online-Casino-Vorlieben von Spielern

Veröffentlicht am: 30. May 2022, 02:07 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 30. May 2022, 02:07 Uhr.

Das Online-Glücksspiel im deutschsprachigen Raum unterliegt zahlreichen Restriktionen, die von Branchen-Experten immer wieder diskutiert werden. Eine neue Umfrage des iGaming-Unternehmens Softswiss hat nun gezeigt, dass Spieler einen vielfältigen und liberalen Online-Glücksspiel-Markt klar bevorzugen. Die Umfrageergebnisse untermauern daher die Warnung der Glücksspiel-Verbände, dass zu starre Limits Spieler auf den Schwarzmarkt treiben könnten.

Mann am Tablet lacht amüsiert
Kunden von Online-Casinos ist eine breite Spielvielfalt deutlich wichtiger als Lizenzierungen (Bild: PxHere)

Bei der Wahl eines Online-Casinos sei der am Freitag veröffentlichten Umfrage zufolge vor allem die Spielvielfalt der Anbieter entscheidend. Spieler bevorzugten eine möglichst breite Produktsparte mit qualitativ hochwertigen Online-Spielen. Zudem erwarteten Kunden, dass die Online-Casinos ihr Spielangebot stets ausbauen und aktualisieren.

Wichtig in puncto Qualität sei den Spielern insbesondere ein reibungsloser Zugang zu den Spielen. Sollte es Probleme oder Störungen geben, schätzten die Spieler eine möglichst schnelle Reaktion und Behebung. Daher sei auch die Qualität des Kundenservices für die meisten Spieler eines der wichtigsten Auswahlkriterien für Online-Casinos.

Ob oder in welchem Land ein Online-Casino lizenziert sei, spiele hingegen für viele Online-Zocker keine Rolle. Dies bestätigt die Befürchtung vieler Experten, dass Spieler im Falle eines weniger attraktiven legalen Marktes ohne Zögern auf den Schwarzmarkt abwandern.

Die Schwarzmarkt-Diskussion wird derzeit in verschiedenen Ländern Europas geführt. Experten in Deutschland erwarten, dass die künftig lizenzierten Anbieter aufgrund zahlreicher Einschränkungen und Auflagen nicht zur erhofften Kanalisierung beitragen könnten. In Österreich drängt indes der Glücksspiel-Verband OVWG auf ein Ende des Monopols, um den Spielern mehr Vielfalt zu bieten. Der britische Glücksspiel-Verband BGC schlägt seit Monaten laut Alarm, weil Spieler in Umfragen von sich aus erklärten, im Falle der von der Politik geplanten Glücksspiel-Restriktionen bei nicht lizenzierten Anbietern spielen zu wollen.

Kunden-Präferenzen als Wegweiser für den künftigen Markt

Laut Softswiss sei es für einen erfolgreichen Glücksspiel-Markt unverzichtbar, auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen. Je flexibler sich ein Anbieter auf einem bestimmten Markt bewegen könne, desto unproblematischer sei die Anpassung an die Vorlieben der Kunden. Daher müsse die Branche regelmäßig Umfragen unter aktiven Spielern durchführen. Softswiss-CMO Valentina Bagniya erklärt:

Die kontinuierliche Arbeit mit Kunden und das Studium ihrer Bedürfnisse ist eine der wichtigsten Aufgaben. Die Kunden zu verstehen, ermöglicht es den iGaming-Softwareanbietern, innovative Produkte zu entwickeln und den Kundenservice auf höchstem Niveau anzupassen und zu entwickeln.

Umfragen ermöglichten es darüber hinaus, verlässlichere Prognosen für die Marktentwicklung zu erstellen. Dies gebe vor allem neuen Glücksspiel-Anbietern die Chance, zu „Trendsettern“ in der Branche zu werden und Entwicklungen von Beginn an vorauszugreifen.