Fantasy Sports werden in Indien immer populärer

Veröffentlicht am: 8. April 2020, 12:41 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 8. April 2020, 04:10 Uhr.

Die Popularität von Fantasy Sports nimmt in Indien kräftig zu. Wie das Technologie-Nachrichtenportal NewsAffinity berichtet, könnte die Branche in den nächsten Jahren Umsätze von bis zu 5 Milliarden US-Dollar erzielen.

Cricketspieler auf einem Feld
Cricket gilt in Indien als beliebter Fantasy Sport. (Quelle: Pixabay)

Verantwortlich für das dynamische Wachstum sei vor allem der Ausbau der Telekommunikations-Technologie. Die Massenverfügbarkeit von Mobilgeräten mit Internetverbindung trieben auf dem indischen Subkontinent den Fantasy-Sports-Markt an.

Wie funktionieren Fantasy Sports?

Bei Fantasy Sports können Spieler in verschiedenen Sportarten fiktionale Mannschaften zusammenstellen und unter anderem in Ligaformaten oder im 1-gegen-1 gegeneinander antreten lassen. Die Stärke der virtuellen Mannschaften basiert häufig auf tatsächlichen Leistungsdaten realer Sportwettbewerbe. Auf Plattformen wie FantasyBet können User auch Geld auf die Performance von Fantasy-Sports-Teams setzen.

Eine Branche mit Potential?

Neben den technischen Innovationen berge vor allem die Beliebtheit zahlreicher Sportarten großes Potential für die Entwicklung von Fantasy Sports in Indien, wie es im NewsAffinity-Bericht (Link auf Englisch) heißt:

„Fantasy-Spiele sind offen für alle Sportarten wie Fußball, Kabaddi, Badminton und Hockey. Die Fantasy-Cricket-Liga führt die Liste mit gewaltiger Beliebtheit bei den cricketverrückten Fans in Indien an.“

Einer der größten Fantasy-Sports-Anbieter in Indien sei das Unternehmen Dream11, welches Fantasy-Cricket, Basketball, Fußball und Hockey auf seiner Plattform offeriert. Laut der Zeitung Times of India handele es sich bei der Firma um eines der vielversprechendsten Startups im Land.

Investoren schätzten den Wert des 2008 gegründeten Unternehmens auf bis zu 2,25 Milliarden US-Dollar. Berichten zufolge hätten im vergangenen Jahr bereits die japanische SoftBank und die südafrikanische Investment Gruppe Naspers Investitionsinteresse an Dream11 gezeigt.

Gibt es rechtliche Schranken für Fantasy Sports?

Entscheidend für die Entwicklung von Fantasy Sports könnte auch die rechtliche Einschätzung des Gesetzgebers sein. Bislang gelten Fantasy Sports in Indien zwar nicht als Glücksspiel, eine Betriebslizenz zu erhalten sei aufgrund der unübersichtlichen Rechtslandschaft aber mitunter kompliziert.

Deshalb könnten Restriktionen, vor allem dann, wenn eine Fantasy Sport-Plattform in Zusammenhang mit Wetten oder anderen Glücksspielvarianten betrieben wird, je nach Landesteil in Frage kommen.

In die Branche zu investieren könnte sich aber trotzdem lohnen. Bereits 2019 soll sich die Zahl der indischen Fantasy-Sport-Nutzer auf 100 Millionen belaufen haben.