Pferderennen in Irland auch bei schärfstem Corona-Lockdown möglich

Veröffentlicht am: 8. Oktober 2020, 12:11 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 8. Oktober 2020, 12:49 Uhr.

Irlands Pferderennsport kann ein wenig aufatmen. Auch im Fall der schärfsten Corona-Warnstufe 5 sollen weiterhin Pferderennen stattfinden dürfen, gab das National Public Health Emergency Team (NPHET) Mitte der Woche bekannt. Das NPHET ist dem irischen Gesundheitsministerium unterstellt und koordiniert die Regierungsmaßnahmen zur Corona-Bekämpfung.

Pferderennen
Pferderennen sollen in Irland weiterhin möglich sein (Bild: Flickr/Kman999, Lizenz CC BY-NC-ND 2.0)

Die für den Pferdesport erlösende Nachricht wurde von Dr. Tony Holohan, dem Chefarzt des NPHET, Mitte der Woche in einem Brief an Irlands Gesundheitsminister Stephen Donnelly verfasst. Darin schrieb der hochrangige Arzt, dass Pferderennen hinter verschlossenen Türen aus medizinischer Sicht unabhängig von der Warnstufe möglich seien.

Eine Ausnahme für den Pferdesport

Somit könne für Pferderennen eine Ausnahme im Vergleich zu anderen Veranstaltungen gemacht werden, so Dr. Donnelly. Grund dafür sei, dass strengste Abstands- und Hygienemaßnahmen bei der Outdoor-Sportart umfassend umgesetzt werden könnten.

Zu Beginn der Woche hatte Irlands Premierminister Michael Martin angekündigt, die Corona-Warnstufe von 2 auf 3 anzuheben. Damit blieb der Politiker unterhalb der Forderung des NPHET, das zur Einführung der höchsten Warnstufe geraten hatte.

Doch auch die bis vorerst 27. Oktober gültige Stufe 3 sieht einschneidende Einschränkungen im öffentlichen Leben des Landes vor. Unter anderem müssen Restaurants, Bars und Cafés, die ihre Gäste nicht außerhalb geschlossener Räume bewirten können, schließen. Darüber hinaus sind Treffen von über 15 Personen im Freien verboten. Das bedeutet, dass auch der Amateursport größtenteils zum Erliegen kommt.

Wichtige Voraussetzung sei nach Maßgabe des NPHET, dass keine Zuschauer zu den Veranstaltungen zugelassen würden. Nach Einführung der dritten Warnstufe betreffe das auch die Pferdebesitzer, die ebenfalls nicht mehr an die Bahnen gelassen würden.

Damit sei es nur noch den Jockeys, Trainern und Pferdepflegern vorbehalten, den Rennen vor Ort beizuwohnen. Trotzdem zeigte sich der irische Pferdesportverband erleichtert.

Dessen Präsident Brian Kavanagh erklärte:

Ich denke, das ist gut, wenn NPHET dies bestätigt. Derzeit sind alles Spekulationen, aber ich denke, das Wichtigste ist, dass wir zeigen, dass wir etwas sicher und mit minimalem Risiko durchführen können.

Zudem gab das NPHET bekannt, dass bei einem Zurückschalten auf Stufe 2 neben den Besitzern auch Buchmacher wieder an die Bahnen gelassen würden. Auch dies dürfte der von der Corona-Pandemie gebeutelten Branche eine gewisse Sicherheit in Bezug auf ihren weiteren Bestand geben.