Pakt mit dem Teufel für Lottogewinn: Teenager opfert zwei Schwestern

Veröffentlicht am: 10. Juni 2021, 04:08 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 10. Juni 2021, 04:08 Uhr.

Ein Teenager aus London muss sich derzeit vor Gericht wegen zweifachen Mordes verantworten. Der junge Mann werde beschuldigt, letzten Sommer zwei Schwestern in einem Londoner Park brutal erstochen zu haben, in dem Glauben, einen Pakt mit einem Dämon abgeschlossen zu haben. Das vermeintliche Menschenopfer habe ihm zu einem Lottogewinn verhelfen sollen, berichtete die BBC [Seite auf Englisch] am Mittwoch.

Engel, Schaukel, Feuerkreis, Augen
Teenager geht für Lottogewinn Pakt mit einem Dämon ein. (Bild: pixabay.com)

Danyal Hussein sei erst 18 Jahre alt gewesen, als er Bibaa Henry (46) und Nicole Smallman (27) erstochen habe. Die beiden Frauen hätten sich auf einer Lockdown-Geburtstagsparty im Fryent Country Park aufgehalten.

Da Freunde die Schwestern am nächsten Tag nicht hätten erreichen können, sei nach den Frauen gesucht worden. Schließlich hätten sie ihre Leichen im Unterholz im Park gefunden.

Tat von langer Hand vorbereitet

Laut Staatsanwalt Oliver Glasgow habe der Angeklagte die Tat von langer Hand vorbereitet. So hätten Aufnahmen öffentlicher Überwachungskameras gezeigt, wie Hussein zwei Tage vor der Tat das Haus seines Vaters verlassen habe, um ein Messerset in einem Aldi-Supermarkt zu kaufen.

Kameras hätten zudem dokumentiert, dass er in der Tatnacht in den Park gegangen sei. Hierbei habe er eine Maske und zwei kleine Schaufeln mit sich geführt, die er zuvor im Internet gekauft habe.

Der Dämon hält sein „Versprechen“ nicht

Bei der Durchsuchung des Schlafzimmers des Angeklagten habe die Polizei ein handschriftliches Dokument gefunden. Aus diesem sei hervorgegangen, dass der Beschuldigte eine Vereinbarung mit einem Dämon habe treffen wollen. In dem Schriftstück habe der Teenager versprochen, Frauen als Opfer darzubieten, wenn er dafür im Lotto gewinne.

Staatsanwalt Glasgow kommentierte:

Es scheint, dass der Angeklagte zuversichtlich war, dass sein Plan funktionieren würde, da der Angeklagte nach den tödlichen Angriffen auf Bibaa Henry und Nicole Smallman mehrere Lotterielose kaufte und in dem Schriftstück sich drei gefaltete Lotterielose befanden.

Allerdings habe der Dämon seinen Auftrag wohl nicht erfüllt, denn der Angeklagte habe nicht nur nicht im Lotto gewonnen, sondern sei auch von der Polizei als Täter identifiziert worden.

Derzeit bestreite Hussein die Tat. Laut Staatsanwaltschaft habe der Angeklagte ausgesagt, Opfer einer Verschwörung zu sein. So sei er von einem Räuber angegriffen worden sein. Aus diesem Grunde befinde sich auch seine DNA am Tatort.

Das Schriftstück mit der Vereinbarung mit dem Dämon und die Lottoscheine hätten mit besagtem Mord nichts zu tun. Wie die Verhandlung ausgehen wird, ist derzeit noch nicht klar. Im Falle einer Verurteilung könnte dem Teenager eine lebenslange Freiheitsstrafe drohen.