Entlassung wegen Sexismus: Ex-Ocean Casino Resort-Managerin reicht Klage ein
Veröffentlicht am: 26. September 2020, 05:30 Uhr.
Letzte Aktualisierung am: 25. September 2020, 04:57 Uhr.
Die frühere stellvertretende Leiterin des Ocean Casino Resort, Loretta Pickus, hat beim Obersten Bundesgericht von New Jersey Klage gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber, die Luxor Capital Group, eingereicht. Nach Angaben der Klägerin sei sie zu Unrecht entlassen worden. Dies berichtete diese Woche die Press of Atlantic City.

Pickus habe die Kündigung erhalten, nachdem sie Bedenken wegen eines Dokuments geäußert habe, das der Glücksspielaufsichtsbehörde in New Jersey im Rahmen eines Casino-Audits vorgelegt worden sei. Es habe nach Pickus‘ Ansicht „sachliche Unstimmigkeiten“ gegeben.
Bei den Vorwürfen der ehemaligen Exekutive des Casino-Resorts soll es sich Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der staatlichen Regulierung und der Frage gehandelt haben, ob der Mitarbeiter Mark Evans, der im Januar 2019 vom Ocean Casino zum Überwachungsdirektor ernannt wurde, dauerhaft oder vorübergehend ernannt worden sei.
Wenn ein Glücksspielanbieter einen vorübergehenden Überwachungsdirektor benennt, schreibt das geltende Gesetz vor, dass das Casino innerhalb von vier Monaten jemanden finden muss, der den Posten dauerhaft übernimmt.
Die Leistungen des Überwachungsdirektors Evans sollen nur unzureichend gewesen sein, woraufhin der Prüfungsausschuss des Ocean Casino Resort einen neuen Überwachungsdirektor einstellte. Die Einstellung und die darauffolgende Entlassung des Mitarbeiters Evans soll laut Pickus jedoch nicht hinreichend dokumentiert gewesen sein.
Entlassung aus Rache und wegen Diskriminierung
Pickus habe laut Press of Atlantic City behauptet, ihr Geschlecht habe bei ihrer Kündigung eine Rolle gespielt. Daher beantrage sie eine finanzielle Entschädigung vom Betreiber des Casinos, der Luxor Capital Group.
Die Anwältin von Pickus, Katy McClure, sagte, ihre Mandantin sei entlassen worden, nachdem ihr gesagt worden sei, sie hätte sich „leiser“ und „weniger hart“ äußern sollen, als sie die mutmaßlichen Verstöße dem ausschließlich aus Männern bestehendem Prüfungsausschuss gemeldet habe.
Laut der am 22. September eingereichten Klage soll der Direktor der staatlichen Regulierungsbehörde in New Jersey dem Betreiber sogar vorgeschlagen haben, sich von der Mitarbeiterin zu trennen.
McClure führte aus:
Die Gründe, die die Casino-Funktionäre ihr für die Entscheidung, sie zu entlassen, mitteilten, lassen ein Vergeltungsmotiv erkennen, das durch Diskriminierung aufgrund des Geschlechts ausgelöst wurde.
Ihre Mandantin habe nicht nur wirtschaftlichen und emotionalen Schaden erlitten, auch ihr Ruf in der Branche sei in Mitleidenschaft gezogen worden, so McClure. Lokalen Medien sagte Pickus, es sei enttäuschend, dass Frauen in der Branche immer noch Vorurteile und Sexismus erführen.
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