NBA: Drei Spieler nach Schlägerei suspendiert

Veröffentlicht am: 22. Oktober 2018, 11:40 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 22. Oktober 2018, 11:40 Uhr.

Am Samstagabend kam es während des National Basketball Association Spiels zwischen den Los Angeles Lakers und den Houston Rockets in Los Angeles zu einer Prügelei, in welche mehrere Spieler involviert waren. Die NBA hat in der Folge drei Spieler suspendiert, um ein klares Zeichen zu setzen.

NBA Chris Paul Rajon Rondo
Schlägerei zwischen Paul (Mitte) und Rondo (rechts) (Bild: Youtube)

Gewaltsame Eskalation kurz vor Spielende

Das Match zwischen den beiden NBA Western Conference Teams Houston Rockets und Los Angeles Lakers nahm am Samstag eine unschöne Wendung. Nach mehreren Fouls, insbesondere im letzten Viertel, heizte sich die feindliche Atmosphäre immer weiter auf, bis es knapp vier Minuten vor Spielende zur Eskalation kam.

Das große Gerangel begann mit Chris Paul von den Houston Rockets und Rajon Rondo von den Los Angeles Lakers. Nach einigen Sekunden aggressiven Argumentierens stach Paul mit seinem rechten Zeigefinger gewaltsam in Rondos Gesicht und verfehlte dabei nur knapp dessen rechtes Auge.

Rondo reagierte mit einem Faustschlag, woraufhin eine Prügelei der beiden losbrach. Los Angeles Laker Spieler James sowie die Schiedsrichter versuchten unmittelbar, die Kämpfenden zu trennen.

Doch nicht alle waren um sofortige Schlichtung bemüht. Brandon Ingram von den Lakers, der kurz zuvor durch sein Foul an James Harden mit anschließendem Schubsen für die Spielunterbrechung gesorgt hatte, ließ die Situation noch weiter eskalieren.

Innerhalb einer Sekunde kam er vom anderen Ende des Pitch angerannt, um ebenfalls einen Faustschlag ins Gerangel zu setzen. Dieser sollte entweder Paul oder seinem Teamkollegen PJ Tucker gelten, erwischte aber keinen der beiden richtig.

Harte Strafen für alle Beteiligten

Was genau der wahre Auslöser der Prügelei war, ist noch nicht ganz klar. Paul beschuldigte Rondo, in sein Gesicht gespuckt zu haben, was dieser aber klar von sich wies. Videoaufnahmen, welche von der NBA ausgewertet wurden, sollen die Spuckattacke jedoch belegen.

Die NBA bestrafte in der Folge alle drei Spieler mit Suspendierungen, wobei Houston Spieler Chris Paul mit nur zwei gesperrten Spielen die mildeste Strafe erhielt. Rajon Rondo hingegen wurde für drei Spiele gesperrt, Brandon Ingram sogar für vier.

Der NBA Vizepräsident Kiki VanDeWeghe begründete Ingrams harte Strafe mit dessen äußerst aggressivem Verhalten:

Erst verließ er den Streit und entfernte sich, aber als es dann heftiger wurde, mischte er sich wieder ein. So ein gefährliches Handeln kann schwere Konsequenzen haben. Sein Schlag verfehlte zwar dein Ziel, doch die Intention und die potentiellen Folgen zählen. Und sicherlich ist Sperre über vier Spiele hart. Das bedeutet einen großen Verlust für den Spieler und es tut dem gesamten Team weh.

VanDeWeghe erklärte, dass man den Fall ganz genau analysieren wolle um den genauen Ablauf der Geschehnisse zu verstehen. Mit der harschen Bestrafung wolle man bei der NBA ein klares Zeichen setzen, dass derartige Vorfälle inakzeptabel seien.

Für beide Teams war dieser Zwischenfall sicherlich alles andere als nützlich. Derzeit befinden sich nämlich beide am unteren Ende der Western Conference Tabelle. Jetzt auf einige gute Spieler verzichten zu müssen, könnte einen möglichen Aufstieg klar beeinträchtigen.