Wer gewinnt den Formel 1 Grand Prix von Belgien?

Veröffentlicht am: 1. September 2019, 05:30 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 1. September 2019, 12:55 Uhr.

Heute Nachmittag beginnt in Spa-Francorchamps der Formel 1 Grand Prix von Belgien. Im ersten Rennen nach der Sommerpause kann sich bereits abzeichnen, welcher Fahrer der vielversprechendste Anwärter auf den Weltmeisterschaftstitel der Rennsaison 2019 ist.

Rennstrecke Spa-Francorchamps aus der Luft
Die Rennstrecke von Spa-Francorchamps aus der Luft. (Quelle: Spa-Francorchamps by Nathanael Majoros licensed under CC BY-SA 2.0)

Von der Pole Position geht Charles Leclerc ins Rennen. Er bekommt starke Konkurrenz von Sebastian Vettel und Lewis Hamilton, die von den Startpositionen zwei und drei in den Wettbewerb starten.

Der Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps

Der Grand Prix von Belgien ist eines der großen Traditionsrennen der Formel 1-Geschichte. Er findet bereits seit dem Jahre 1950 statt und brachte prominente Sieger wie Jackie Stewart, Alain Prost und Ayrton Senna hervor, der den Grand Prix von Belgien von 1988 bis 1991 viermal in Folge gewann.

Bester Formel-1-Pilot auf der Rennstrecke ist bis dato allerdings ein Deutscher. Michael Schumacher gewann auf dem Kurs sechs Rennen und verewigte sich so in den Annalen des Motorsports.

So standen die Quoten nach den freien Trainings und dem Qualifying

Bereits nach dem ersten freien Training am Freitag schienen sich die Buchmacher auf einen Sieg von Lewis Hamilton oder Sebastian Vettel festlegen zu wollen. Mit einer Quote von 2.87 stand Hamilton in der Gunst der Wettanbieter knapp vor Vettel, der mit einer Siegquote von 3.50 mit der Außenseiterrolle vorliebnehmen musste.

Diese Zahlen überraschten, hatte Vettel doch im letzten Jahr bereits den Grand Prix von Belgien gewonnen und war beim ersten freien Training die Bestzeit gefahren.

Für Hamilton, der am Freitag mit einem defekten Gaspedal zu kämpfen hatte, reichte es hingegen nur zum 6. Platz. Dass Hamilton dennoch zu den Top-Favoriten zählte, rechtfertigt die Fahrerwertung: Mit 250 Punkten liegt der Brite weit vor Team-Partner Valtteri Bottas aus Finnland, der in der Weltmeisterschaft bislang nur 188 Zähler sammelte.

Der Rennwagen von Charles Leclerc
Die Ferraris von Sebastian Vettel und Charles Leclerc dominierten die Trainings. (Quelle: Pixabay)

Chancen rechneten die Buchmacher nach dem 1. Freien Training auch noch Charles Leclerc aus.

Der Ferrari-Team-Kollege von Sebastian Vettel fuhr auf einen starken 2. Platz und landete vor Max Verstappen und Alex Albon vom Team Red Bull. Der 21-jährige Nachwuchspilot kennt die Strecke sehr gut und düste bereits in der Formel 2 auf dem Kurs auf die Pole Position. Ihm wurde vor dem 2. freien Training eine Siegquote von 4.00 zugewiesen.

An den Prognosen für Sonntag änderte sich auch nach dem zweiten freien Training nicht viel. Leclerc, der vor dem entscheidenden Qualifying am Samstag auf Platz 1 landete, war in den Augen der Wettanbieter noch immer ein heißer Kandidat auf den Rennsieg.

Nach der offiziellen Qualifikationen sanken die Quoten für einen Sieg des Monegassen sogar auf bis zu 1.85. Leclerc fuhr schneller als Vettel und Hamilton und sicherte sich damit den Platz an der Spitze des Feldes.

Um gewinnen zu können, muss er allerdings auch heute die 44 Runden als Schnellster zurücklegen.

Die Nebenwetten zum Formel 1 Grand Prix von Belgien

Die Buchmacher boten vor dem Start des Rennens nicht nur Wetten auf Gesamtsieg und Startpositionen an, sondern offerierten ihren Kunden einige interessante Nebenwetten. So konnten Wettliebhaber beim Buchmacher Bet365 darauf wetten, welcher Fahrer beim Grand Prix von Belgien als erster aus dem Rennen ausscheiden würde.

Mit einer Quote von 8.50 ist Romain Grosjean vom Rennstall Haas im Augenblick der wahrscheinlichste Kandidat für einen unglücklichen Rennausgang.

Ganz unbegründet scheint die vergleichsweise niedrige Quote nicht: Beim vorherigen Formel-1-Rennen von Silverstone krachte der Franzose im 1. freien Training ohne Fremdeinwirkung in eine Leitplanke am Ende der Boxengasse und ruinierte den Frontflügel seines Rennwagens. Gegenüber der Presse berichtete der 33-Jährige, mit seinem Team über den Crash gelacht zu haben.