Südkorea: Bande machte Milliarden mit illegalem Glücksspiel
Posted on: 07/11/2025, 03:05h.
Last updated on: 07/11/2025, 08:16h.
- In Südkorea hat eine Gruppe mit illegalem Glücksspiel Milliarden umgesetzt.
- Polizei hob Glücksspielring mit Wetterlösen von annähernd 4 Mrd. USD aus.
- Die Akteure betrieben Hunderte von nicht lizenzierten Sportwetten-Websites.
Weltweit werden mit Sportwetten jährlich Hunderte von Milliarden umgesetzt. Doch gerade in Asien ist das Geschäft der Buchmacher oft streng reglementiert oder gar verboten. Das führt dazu, dass immer mehr kriminelle Akteure in dem lukrativen Markt mitmischen. So auch in Südkorea, wo eine Bande mit illegalem Glücksspiel viele Milliarden US-Dollar an Wetterlösen generierte. Die Polizei setzte diesem Treiben nun ein Ende.

In dieser Woche feierten die Ermittlungsbehörden der Region Gangwon einen großen Erfolg. Im Kampf gegen illegale Sportwetten hoben die Beamten in der nordöstlichen Provinz des Landes einen gigantisch anmutenden Wettring aus.
Die Bande soll seit dem Jahr 2020 im Land aktiv gewesen sein. In dem Zeitraum könnte sie Wetterlöse in Höhe von umgerechnet 3,8 Mrd. USD generiert haben.
Am Donnerstag gab die Polizei bekannt, 14 Verdächtige im Zusammenhang mit dem illegalen Geschäft identifiziert zu haben. Sieben wurden demnach verhaftet, darunter auch der lediglich A. genannte Anführer der Bande.
Laut Polizei soll A. der Drahtzieher des groß aufgezogenen Online-Geschäfts gewesen sein. Diesem soll im Jahr 2020 während eines Gefängnisaufenthalts die Idee zu den Wettaktivitäten gekommen sein.
Millionen verdient
Nach seiner Entlassung soll A. Softwareentwickler angeheuert haben, die die illegalen Sportwetten-Websites bereitstellten. Von diesen besaß das Netzwerk insgesamt 266 Online-Auftritte. A. betrieb die Seiten daraufhin nicht selbst, sondern übergab sie gegen eine großzügige Provision an seine Komplizen.
Der Erfinder des Netzwerks soll pro Website monatlich 5 Mio. Won (3.000 Euro) Provision erhalten haben. Aufgrund der Menge der Angebote kam er so auf ein monatliches Einkommen in hoher sechsstelliger Höhe. Um die Behörden zu täuschen, wurden diese als Beratungs- und Managementkosten deklariert.
Um sich vor Strafverfolgung zu schützen, registrierten die Betreiber ihr Netzwerk auf den Philippinen. Doch dieser Schritt konnte nichts daran ändern, dass die Beamten der Bande im vergangenen Jahr auf die Schliche kamen.
Als die Polizei zuschlug, fror sie Konten mit Guthaben in Millionenhöhe ein. Die Verdächtigen sehen sich nun einer Anklage wegen illegalem Glücksspiel gegenüber. Zumindest das Mastermind A. dürfte um eine langjährige Haftstrafe nicht herumkommen.
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