Glücksspiel-Gigant Las Vegas Sands will in Asien investieren

Veröffentlicht am: 23. April 2020, 02:00 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 23. April 2020, 02:00 Uhr.

Der Betreiber des Glücksspiel-Konzerns Las Vegas Sands Corp., Sheldon Adelson, hat am Mittwoch auf der virtuellen Aktionärsversammlung sein Interesse an Fusions- und Übernahmeaktivitäten im asiatischen Raum bekundet.

Sheldon Adelson
Sheldon Adelson will in asiatischen Markt investieren. (Bild: youtube.com)

Durch die Schließung der Casinos im Rahmen der Sicherheitsmaßnahmen wegen der Corona-Pandemie habe das Unternehmen einen Nettoverlust von rund 51 Mio. USD zu verzeichnen. Las Vegas Sands Corp. betreibt auch Sands China Ltd in Macau und das Marina Bay Sands Casino Resort in Singapur.

Adelson glaubt, dass der Zeitpunkt günstig für Investitionen in den asiatischen Markt sein könne. Zu den asiatischen Märkten, die der Konzern zuvor untersucht hatte, gehören Südkorea und Vietnam. Die Gruppe hat auch ihr Interesse an neuen Entwicklungen auf dem frisch liberalisierten japanischen Markt bekundet.

Adelson bemerkte:

“Wenn wir in Asien etwas finden können, werden wir das sicherlich gerne tun. […] Aber natürlich muss der Preis stimmen”

Der Konzernchef fügte hinzu, dass davon auszugehen sei, dass der asiatische Glücksspiel-Markt sich voraussichtlich zuerst von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie erholen werde. Außerdem sei die asiatische Bevölkerung dem Glücksspiel am meisten zugetan.

Trotz hoher Verluste: Adelson zeigt Gelassenheit

Trotz der hohen Verluste, die der Quartalsbericht hervorbrachte, zeigte sich Sheldon Adelson zuversichtlich. Er sagte, dass die Spieler in jedem der Casino-Märkte von Sands “so sicher zurückkehren werden, wie der Tag auf die Nacht folgt”.

Adelson merkte an, dass die wirtschaftliche Erholung in Las Vegas “mehr Zeit in Anspruch nehmen könnte als in Asien”, aber er sei dennoch davon überzeugt, dass die “besten Tage von Vegas vor uns liegen”.

Die am Mittwoch veröffentlichten Zahlen zeigen, dass Sands in den drei Monaten bis zum 31. März einen Umsatz von 1,78 Mrd. USD erzielte, ein Rückgang von 51,1 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn ging um 70 % auf 437 Mio. USD zurück.

Das Marina Bay Sands Casino in Singapur verzeichnete einen Umsatzrückgang um ein Fünftel auf 612 Mio. USD und die beiden Casinos in Las Vegas meldeten einen Umsatzrückgang von 15 % auf 400 Mio. USD.

Trotz der desaströsen Zahlen nahmen die Anleger die Nachricht überraschend gut auf, da die Aktie im nachbörslichen Handel um ganze 7 % zulegte. Dennoch könnte auch das zweite Quartal für den Konzern schwierig werden.

Die Casinos in Macau wurden zwar wiedereröffnet, aber in Las Vegas herrscht weiterhin ein Lockdown. Die Casinos in Singapur haben in dieser Woche erfahren, dass sie mindestens bis zum 1. Juni geschlossen bleiben.