Illegales Glücksspiel bei Gaststätten­kontrollen in Deutschland und Österreich aufgeflogen

Veröffentlicht am: 13. Januar 2022, 03:04 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 13. Januar 2022, 03:04 Uhr.

Im baden-württembergischen Ludwigsburg sind Beamte auf mutmaßlich illegales Glücksspiel gestoßen. Dies gab das Polizeipräsidium Ludwigsburg gestern per Pressemitteilung bekannt. Die Aktivitäten seien im Rahmen einer Gaststättenkontrollaktion im Stadtgebiet aufgeflogen. Auch in Österreich stießen Fahnder jüngst in einem vermeintlichen Gastro-Betrieb auf illegale Spielangebote.

Beamte der Wiener Finanzpolizei decken illegales Glücksspiel auf
Die Wiener Finanzpolizei deckte illegales Glücksspiel in einer Privatwohnung auf (Quelle:flickr.com/Bundesministerium für Finanzen, CC BY 2.0)

Glücksspiel-Trio am runden Tisch

Wie die Polizei Ludwigsburg mitteilt, waren am Dienstagabend mehrere Beamtinnen und Beamte des Reviers im Einsatz, um Gaststätten im Stadtgebiet zu überprüfen. Unterstützung hätten die Polizei-Kontrolleure dabei durch Beamte einer Hundeführerstaffel erhalten.

Dabei sei den Beamten in einem Lokal ein Trio aufgefallen. An einem runden Tisch, so die Pressemitteilung, hätten drei Personen mutmaßlich illegales Glückspiel praktiziert. Was genau gespielt worden sein soll, lässt die Meldung offen. Die anschließende Durchsuchung der Verdächtigen habe 7.500 EUR zutage in bar zutage gefördert. Das Geld sei beschlagnahmt worden.

Die allgemeine Bilanz der abendlichen Kontrollen vom Dienstag spricht für die Ludwigsburger Gastronomen: Lediglich zwei Lokalbetreiber müssen sich laut Meldung auf unangenehme Behördenpost einstellen. Unter anderem hatten die Kontrolleure Verstöße bezüglich einer Videoüberwachungsanlage, eines Feuerlöschers und eines durch einen Kinderwagen versperrten Notausgangs festgestellt.

Illegales Glücksspiel auch in Österreich

Schwerwiegendere Fälle von illegalem Glücksspiel machte die Wiener Finanzpolizei jüngst öffentlich. So kam es in der österreichischen Hauptstadt im noch jungen Jahr 2022 bereits zu einschlägigen Einsätzen, bei denen insgesamt acht illegale Glücksspielgeräte sichergestellt wurden.

Finanzminister Magnus Brunner erklärte zu den Polizeiaktionen in der vergangenen Woche:

Illegales Glücksspiel wird abseits jeglichen Spielerschutzes betrieben und zerstört ganze Existenzen. Daher ist jeder aus dem Verkehr gezogene Automat ein wichtiger Baustein im Kampf gegen das illegale Glücksspiel, den die Finanzpolizei unvermindert fortsetzen wird.

Zunächst hatten die Beamten am 3. Januar aufgrund eines Hinweises ein Lokal im 12. Wiener Bezirk aufgesucht. Aufgrund ihrer verspiegelten Fenster habe die als Café bezeichnete Stätte bereits von außen Verdacht erregt. Im Inneren seien die Polizisten dann auf drei Computerterminals gestoßen.

Entgegen der Beteuerungen der Betreiberin habe es sich hierbei nicht um einfache, für Gäste unentgeltlich nutzbare PCs gehandelt. Vielmehr habe sich der Verdacht bestätigt, dass über die Geräte illegales Glücksspiel angeboten worden sei.

Bereits einen Tag später seien die Finanzpolizisten erneut gegen das illegale Glücksspiel ausgerückt. Diesmal stießen die Beamten in einer Privatwohnung im Bezirk Ottakring auf gleich fünf illegale Automaten und einen Wechselautomaten. Weiterhin wurde Bargeld in Höhe von über 7.000 EUR konfisziert-

In beiden Fällen stellten die Polizisten die illegalen Glücksspiel-Geräte sicher. Den Betreibern drohen empfindliche Strafen.