Griechenland: Finanz­ministerium hebt Einsatzlimits in Online-Casinos auf 20 Euro an

Veröffentlicht am: 25. May 2022, 01:10 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 25. May 2022, 01:10 Uhr.

Der griechische Finanzminister Christos Staikouras hat auf Empfehlung der Hellenic Gaming Commission (HGC) die Regularien für Online-Glücksspiele geändert. Der maximale Einsatz pro Spielrunde soll ab sofort 20 Euro anstatt 2 Euro betragen. Diese Entscheidung veröffentlichte das Finanzministerium kürzlich in einem entsprechenden Ministerialbeschluss [Seite auf Griechisch].

Roulette-Tisch, Chip
Spieler in Griechenland können jetzt 20 Euro pro Spielrunde setzen. (Bild: pixabay.com, casino.org)

Die Entscheidung des Finanzministeriums, einige Vorgaben zu lockern, sei nach einer Überprüfung des vor einem Jahr gestarteten legalisierten Glücksspielmarktes erfolgt. Zudem hätten sich die Glücksspiel-Betreiber an die Regulierungsbehörde gewandt.

Die im Beschluss festgelegten Änderungen betreffen

Casinospiele, Poker und/oder deren Varianten, deren Ergebnis durch einen Zufallszahlengenerator ermittelt wird. Der maximale Teilnahmebetrag bei anderen Online-Spielen, die mit einem Zufallszahlengenerator (RNG) durchgeführt werden, beträgt zwanzig (20) Euro.

Auch die Höhe der maximalen Gewinne ist neu festgelegt worden. Die höchstmögliche Auszahlung liegt nun bei 140.000 Euro pro Einsatz statt bei 70.000 Euro. Davon ausgenommen seien Jackpot-Gewinne, so die Behörde.

Eine weitere Änderung betrifft die Regel für die Dauer der Spielrunden. Bisher unterlag das Automatenspiel einer Drei-Sekunden-Regel. Diese ist nun verkürzt worden. So kann nach zwei Sekunden eine neue Spielrunde gestartet werden.

Positive Resonanz seitens der Anbieter und der Glücksspiel-Kommission

Durch die Einführung des Höchsteinsatzes von 2 Euro pro Spielrunde hätten die Glücksspiel-Betreiber einen Einbruch der Einnahmen hinnehmen müssen, berichtete das griechische Wirtschaftsportal The Power Game. Vor der Regulierung im Sommer 2021 habe es keine Einsatzlimits gegeben.

Nach Ansicht der Anbieter führten diese Regeln möglicherweise dazu, dass sich die Spieler nicht regulierten Glücksspiel-Plattformen zuwenden könnten. Die einzige Ausnahme seien die Sportwetten. Dort könne jeder beliebige Betrag gesetzt werden.

Noch strengere Restriktionen in Deutschland

Während Griechenland nach einem Einbruch der Umsätze die Regeln gelockert hat, gelten für die deutschen Online-Casinos immer noch striktere Regeln. So darf eine Spielrunde auf einer regulierten Glücksspiel-Webseite nur 1 Euro kosten. Zudem gilt in Deutschland die Fünf-Sekunden-Regel. Ob es auch hierzulande zu einer Lockerung der Regularien kommen könnte, ist derzeit noch nicht klar.

Doch nicht nur die Glücksspiel-Unternehmen seien von den strikten Regeln betroffen gewesen. Auch der Staat verzeichne Verluste bei seinen Einnahmen, denn 35 % der Bruttospielerträge flössen direkt in die Staatskasse.

Daher begrüße auch die griechische Glücksspielbehörde die neuen Regeln. Wie der Präsident der HGC, Dimitris Ntzanatos, erklärte, seien die Lockerungen der richtige Ansatz, der dem Markt insgesamt zugutekomme.