Glücksspiel-Firma nach anstößiger Show vom SiGMA-Festival verbannt

Veröffentlicht am: 22. November 2021, 03:29 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 22. November 2021, 03:29 Uhr.

Das lettische Glücksspiel-Unternehmen Lucky Streak hat eine lebenslange Sperre vom SiGMA iGaming Festival in Malta erhalten. Zuvor tauchte ein Video auf, das zwei Personen zeigte, die an ihrem Stand mit unangemessenem Verhalten aufgefallen waren. Dies berichtete die Times of Malta [Seite auf Englisch].

Menschen, tanzen, lachen
Mitarbeiter von Lucky Streak dürfen nicht mehr zur Glücksspiel-Messe SiGMA. (Bild: instagram.com)

Das Video zeigt einen Mann am Lucky-Streak-Stand, der sich bis auf die Unterhose entkleidet. Anschließend beginnt er zu klatschen und den Leuten zuzurufen, um deren Aufmerksamkeit zu erregen, begleitet von obszönen Gesten.

Zudem greift er sich einen kleinwüchsigen Mann, der scheinbar zum Team gehört, und schwingt ihn zwischen seinen Beinen hin und her. Das besagte Video ist auf Instagram zu sehen:

Lucky Streak erhält lebenslange Sperre

Die Organisatoren der SiGMA hätten der Times of Malta mitgeteilt, dass die beiden Männer, die auf dem Video zu sehen seien, nun lebenslang von der Glücksspielmesse ausgeschlossen seien. Sie hätten es den Veranstaltern zufolge zu weit getrieben und die iGaming-Expo habe Besseres verdient.

Der Vorfall rief auch den CEO der International Betting Integrity Association, Khalid Ali, auf den Plan. Laut Ali sei dies, was auf der Ausstellungsfläche geschehe, eine „Entkopplung“ dessen, was auf der Konferenz diskutiert werde.

Ali erklärte:

Eine der Podiumsdiskussionen lautete: „Vom Spielerschutz bis zur Werbung ist Verantwortung das neue Stichwort für ein langfristig erfolgreiches Glücksspielgeschäft.

Doch wenn man die Ausstellungsfläche betrete, finde man provokant gekleidete Pole Dancer. Er habe gedacht, die Branche habe sich bereits davon entfernt, doch dies scheine noch nicht der Fall zu sein, so Ali.

Polizei beendet SiGMA-Party wegen fehlender COVID-19-Maßnahmen

Für Aufregung soll auch die SiGMA-Gipfelparty gesorgt haben, die im Rahmen der iGaming-Expo veranstaltet wurde. Wegen fehlender Gesundheitsmaßnahmen zur Bekämpfung von COVID-19 soll die Polizei der Party im Sky Club von Paceville frühzeitig ein Ende gesetzt haben, berichtete Malta Independent.

Ein auf der Social-Media-Plattform TikTok veröffentlichtes Video zeigt die Polizei, die Partygästen rät, das Gelände zu verlassen. Im Hintergrund ist das SiGMA-Logo auf einem Banner zu erkennen.

Auch Gastsänger Akon habe seinen Auftritt im Club absagen müssen. Wie der Zeitung mitgeteilt worden sei, hätten mehrere Unternehmen bereits hohe Gebühren für die Tischreservierungen entrichtet.

Ins Kreuzfeuer der Kritik geriet aber auch die SiGMA selbst. So sollen die Covid-19-Protokolle nur lax eingehalten worden sein. Die Zertifikate seien nicht überprüft und die Maskenpflicht nicht durchgesetzt worden.