Französische National­lotterie FDJ fördert den Frauensport

Veröffentlicht am: 2. March 2022, 01:39 Uhr. 

Letzte Aktualisierung am: 2. March 2022, 01:40 Uhr.

Die staatliche Lotterie Frankreichs, Française des Jeux (FDJ), weitet ihr Engagement für den Frauensport aus. Wie die Lotto-Gesellschaft am Dienstag per Pressemeldung [Seite auf Französisch] bekannt gab, starte sie gemeinsam mit der olympischen Organisation Paris 2024 gezielte Projekte für Frauen im Sport. Weiterhin erklärte die FDJ gestern zudem, in diesem Monat ihre Fußball-Aktion „Buts pour Elles“ zu wiederholen.

Frau springt auf rote Box Fitness
Neue Projekte der FDJ und Paris 2024 sollen mehr Frauen für jedwede Form des Sports begeistern (Bild: Piqsels/CC0)

Über die gemeinsamen Projekte mit Paris 2024 wolle die FDJ insgesamt 400.000 Frauen erreichen. Ziel sei es, mehr Frauen in ganz Frankreich für Sport jedweder Art zu interessieren und motivieren. So habe eine jüngste Erhebung der FDJ gezeigt, dass Frauen durchschnittlich weniger Sport betrieben als Männer. Diesem Trend wolle die FDJ weiter entgegenwirken.

Die von der FDJ durchgeführte Umfrage habe gezeigt, dass lediglich 59 % aller Frauen mindestens einmal wöchentlich Sport trieben. Unter den Männern seien es 69 %. Frauen sähen sich dabei mit verschiedenen bremsenden Faktoren konfrontiert. 43 % hätten erklärt, Sport nur schwierig in ihren Alltagsrhythmus integrieren zu können. 27 % erklärten, Sport nicht mit ihrem Arbeitspensum vereinbaren zu können und für 20 % sei die eigene Familie ein Hindernis. Darüber hinaus hätten 43 % erklärt, sich grundsätzlich nur schwer zum Sport motivieren zu können.

Als offizieller Partner der olympischen und paralympischen Spiele 2024 in Paris habe die FDJ nun das Projekt „Impact 2024“ ins Leben gerufen. Dieses bestehe aus einer Reihe von Initiativen, um Frauen für diverse Sportarten zu begeistern und in der sportlichen Tätigkeit zu unterstützen.

Die Initiativen sollen sich nach den Vorlieben und Bedürfnissen der Frauen richten und deren Wohlbefinden, Gesundheit und körperliche Stärken in den Fokus rücken. Konkretes Ziel dabei sei, die in der Umfrage aufgezeigten Hindernisfaktoren zu beseitigen.

Es bedürfe individueller Lösungen, mit denen regelmäßiger Sport in verschiedene Alltagsstrukturen integriert werden könne. Die FDJ-Generaldirektorin Stéphane Pallez kommentiert:

Unser Engagement für die Geschlechtergleichheit, insbesondere in Bezug auf den Sport, ist in der DNS der FDJ tief verankert und wird auch von unseren Partnern geteilt. Wir freuen uns, unser Engagement zu verstärken und mit Paris 2024 ein Projekt zu starten, welches eine Antwort auf identifizierte Probleme bei der sportlichen Beteiligung von Frauen darstellt.

500 Euro pro Tor im Frauenfußball

In ihrer zweiten am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung gab die FDJ darüber hinaus bekannt, in diesem Jahr zum vierten Mal ihre Initiative „Buts pour Elles“ durchzuführen. Im Rahmen der Aktion zahle die Lotto-Gesellschaft für jedes Tor der Frauen-Fußballteams l’Olympique Lyonnais und l’Olympique de Marseille 500 Euro in einen Fonds zur Förderung des Frauenfußballs ein.

Bei „Butes pour Elles“ handelt es sich um ein Wortspiel, da „butes“ sowohl „Ziele“ im allgemeinen Sinn als auch „Tore“ im Fußball bedeuten kann.

Im letzten Jahr seien dank 45 Toren der beiden Teams 22.500 Euro zusammengekommen. Insgesamt seien seit dem Start der Aktion bereits 50.000 Euro in den Fonds geflossen. Für die Spielerinnen der beiden FDJ-Partner-Teams dürfte dies sicherlich eine weitere Motivation sein, ihre Gegner durch möglichst viele Tore zu besiegen.